15.10.2001 | 00:00

Das Land geht mit gutem Beispiel voran LH Pröll: Keine Teuerungen durch die Euro-Umstellung

Bei der Euro-Umstellung gelte in Niederösterreich ebenso wie bei der Verwaltungsreform der Grundsatz „Näher um Bürger, schneller zur Sache“, betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am Sonntag in der Radiosendung „Forum Niederösterreich“. Das Land gehe auch mit gutem Beispiel voran, so Pröll: „Ich habe vor wenigen Tagen allen Landesbehörden die Weisung gegeben, dass es bei der Euro-Umstellung keine Teuerungen geben darf. Beim Umrechnen und Runden ist im Interesse der Bürger vorzugehen.“

Wie diese Weisung in die Praxis umgesetzt wird, erläuterte der Leiter der Finanzabteilung beim Amt der NÖ Landesregierung, Hofrat Dr. Walter Pecker: Alle Beträge werden umgerechnet und kaufmännisch gerundet, dann wird erforderlichenfalls bei Förderungen – also dort, wo der Bürger der Begünstigte ist – nach oben, bei Beträgen, die der Bürger zu zahlen hat, dagegen nach unten geglättet. „Oberflächlich betrachtet handelt es sich dabei um Groschenbeträge, aber sie summieren sich zu erheblichen Beträgen“, so der Landeshauptmann. Allein bei der Wohnbauförderung mache das Aufrunden etwa 2 Millionen Schilling zugunsten der Förderungswerber aus.

Auch auf den Bezirkshauptmannschaften, den bürgernächsten Landesbehörden, bereitet man sich auf die Euro-Umstellung vor. So werden etwa, wie der Bezirkshauptmann von Baden, Hofrat Dr. Helmut Leiss, betonte, ab Jänner 2002 Strafverfügungen in Euro ausgewiesen, wobei die Beträge abgerundet werden.


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