29.08.2001 | 00:00

Vorstellung der neuen Landesschulsprecher

Prokop: Schülervertretung als jugendpolitische Demokratiewerkstatt

Knapp vor Schulbeginn präsentierte gestern Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop in St.Pölten die drei neuen Landesschulsprecher und betonte dabei, dass die Schülervertretung mit rund 150 Schul- und ca. 5.000 Klassensprechern die größte jugendpolitische Demokratiewerkstatt sei, in der wichtige Lernprozesse für gemeinsames Konfliktmanagement erlebt werden.

Neueste OECD-Studien bestätigten, so Prokop weiter, dass Schüler am wenigsten Freizeit hätten und allein die Unterrichtszeit ohne die für das Lernen verwendeten Stunden höher liege als die normale Arbeitszeit Erwachsener. Das bringe eine mangelnde Integration der Schüler in das Gemeinde- und Vereinsleben mit sich, kommunale Schulpartnerschaften zwischen der Schule und den Gemeinden sollen hier Abhilfe schaffen.

In Bezug auf die Jugendarbeitslosigkeit, die für Niederösterreich bei 3,5 Prozent im Vergleich zum gesamteuropäischen Durchschnitt von 9,4 Prozent liege, verwies Prokop auf verschiedene Initiativen wie Verpflegungskostenzuschüsse für Lehrlinge, die Lehrlingsbeihilfe, einen Berufsschulkostenersatz für Internatskosten bei außerordentlichem Schulbesuch, die Lehrlingspendlerhilfe und Fahrtkostenzuschüsse zur Berufsschule. Insgesamt werden heuer 7 Millionen Schilling (508.709,84 Euro) für die Lehrlinge bereitgestellt, dazu kommen noch einmal 35 Millionen Schilling (2,54 Millionen Euro) für das neugeschaffene „Auffangnetz für Lehrlinge“, werden doch im Herbst rund 300 bis 400 Jugendliche keinen Lehrplatz finden.

Für Absolventen mittlerer und höherer Schulen ist das Projekt „Start up“ vorgesehen, für Top-Stipendien stehen ab Herbst 20 Millionen Schilling (1,45 Millionen Euro) zur Verfügung. Für die Fachhochschulen stehen 2001 35 Millionen Schilling (2,54 Millionen Euro) und damit doppelt so viel Geld wie im Vorjahr bereit, in die Donau-Universität werden in den nächsten fünf Jahren 500 Millionen Schilling (36,34 Millionen Euro) investiert. 10.000.000 Millionen Schilling (726.728,34 Euro) schließlich werden für die IT-Ausbildung von Lehrern und Absolventinnen kindergartenpädagogischer Schulen bereitgestellt, für die 110 Ausbildungsplätze in Wiener Neustadt liegen bis dato 60 Anmeldungen vor, so Prokop, die sich zudem für die Beibehaltung der Polytechnischen Schulen aussprach.

Für die drei neuen Schulsprecher – Viktoria Brunner vom BG/BRG Mödling für den Bereich AHS, Helmut Lechner von der HTL St.Pölten für die BMHS und Michael Radlmaier von der BS Waldegg für die Berufsschulen – stehen drei Arbeitsschwerpunkte im Vordergrund: die „gläserne Note“, die Leistungen im Unterricht jederzeit transparent macht, ein verpflichtendes schriftliches und anonymes Lehrerfeedback mit Stärke-/Schwächeanalyse sowie eine praxis- und wirtschaftsnähere Gestaltung des Unterrichts.


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