14.08.2001 | 00:00

Stadtmauer-Sanierung in Krems und Stein abgeschlossen

3 Millionen Schilling für Drei-Jahres-Projekt

In einem österreichweiten Musterprojekt hat die Stadt Krems vor drei Jahren begonnen, die Reste der aus dem 12./13. bzw. 14./15. Jahrhundert stammenden Stadtmauern der einst landesfürstlichen Städte Krems und Stein zu erfassen, bauhistorisch zu analysieren, zu dokumentieren und zu sanieren. Krems ist damit die erste Stadt in Österreich, die eine umfassende Dokumentation ihrer Stadtmauer vorlegen kann. Für das nächste Jahr denkt man an eine Ausstellung in Krems, publiziert ist die Dokumentation in den „Fundberichten aus Österreich“ des Bundesdenkmalamtes.

An dem unter der wissenschaftlichen Leitung von Mag. Martin Krenn stehenden und unter der bautechnischen Leitung von Dipl.Ing. Werner Retter durchgeführten Projekt haben sich auch das Bundesdenkmalamt und die Kulturabteilung des Landes Niederösterreich zu jeweils 10 Prozent beteiligt. In Summe belief sich das Bauvolumen für die Sanierung aller im öffentlichen Besitz stehenden sowie jener im Privatbesitz befindlichen Mauerteile, deren Besitzer sich dem Vorhaben anschlossen, auf 3 Millionen Schilling.

Insgesamt haben die beiden historischen und um die Jahrhundertwende abgebauten Stadtmauern eine Länge von rund 4,5 Kilometern aufgewiesen. Mit dem letzten abgeschlossenen Bauabschnitt in der Kremser Mühlbachgasse kommt Krems jetzt, die Steiner Burg miteingerechnet, auf rund einen Kilometer sanierte Stadtmauer. Acht der zehn als historisch ausgewiesenen Mauerteile wurden restauriert, fünf davon liegen in Stein.


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