09.08.2001 | 00:00

LHStv. Prokop verweist auf NÖ Jugendstudie

Lehrlingen mehr Chancen für Europareife geben

Wie aus der letzten NÖ Jugendstudie zu ersehen ist, sind die Einstellungen der berufstätigen Jugendlichen zur Europäischen Union deutlich skeptischer als die der Schüler an weiterführenden Schulen. Gerade die Lehrlinge empfinden, dass sie wesentlich schlechtere Sprach- und Auslandskompetenz besitzen als die Schüler. Weitere Haupthindernisse stellen auch die partnerschaftlichen Bindungen und ein massiver Informationsmangel dar. Bei SchülerInnen sind diese Barrieren viel weniger stark ausgeprägt.

„Auch andere Daten zeigen, dass die Offenheit für Auslandserfahrungen und die mentale Vorbereitung auf eine globalisierte Arbeitswelt bei den Schülern wesentlich stärker vorhanden sind als bei den Lehrlingen“, so Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop. Trotzdem, so Prokop weiter, würden fast 40 Prozent der Lehrlinge „sofort“ die Möglichkeit ergreifen, in einem Partnerbetrieb im EU-Ausland für etwa vier Wochen zu arbeiten. „Gerade diesen Lehrlingen muss man auch die Chance dazu geben“, fordert Prokop.

Die Erwartungen an die Berufstätigen, so meinen viele Prognostiker, werden sich immer stärker in Richtung Mobilität und internationale Erfahrungen entwickeln. Daraus ist aber eine deutliche Nachteilssituation für Lehrlinge zu diagnostizieren, stellt die NÖ Jugendstudie fest.


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