07.08.2001 | 00:00

Donautourismus durch Niederösterreich im Aufschwung

LR Gabmann: „Anlegestellenkonzept kommt voll zum Tragen!“

„Die gemeinsame Vermarktung der von der DDSG erworbenen Schiffsanlegestellen im Rahmen der Donauschiffsstationen GmbH ist hervorragend angelaufen. Die 30 Schiffsanlegestellen, 27 davon in Niederösterreich, sind zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden“, berichtete gestern Landesrat Ernest Gabmann im Rahmen einer Präsentation des neuen Marketing-Konzeptes. Vorgestellt wurde auch eine Studie, im Rahmen derer Gäste auf insgesamt 19 Kreuzfahrtschiffen über die Eindrücke und Wünsche befragt wurden. Die Ergebnisse sind aufschlussreich: Der typische Kreuzfahrer gehört dem Seniorenalter an, reist mit Partner und gehört zu der besser verdienenden Schicht. Wichtigstes Motiv ist, Land und Leute auf bequeme Weise kennen zu lernen. Auf den durchschnittlich zehntägigen Reisen werden bevorzugt Melk und Dürnstein auf Landausflügen besichtigt, andere Orte bemühen sich durch Verbesserungen ihres Angebotes, in Hinkunft öfter angelaufen zu werden. Die Umsätze in Niederösterreich sind hoch: Rund 100 Millionen Schilling (7,27 Millionen Euro) bleiben im Lande „hängen“. Auf verbleibende Wünsche der Gäste, mehr Zeit für Landausflüge zu haben und noch mehr Kultur zu genießen, wird in Hinkunft eingegangen. Auch mehr Kontakte mit den Menschen der Region werden gewünscht. „Da und dort werden wir mit zielgruppenorientiertem Marketing nachsetzen“, ist seitens des Beratungsunternehmens zu hören, das die Studie durchführte.

Niederösterreich hat 18 von der DDSG erworbene Schiffsanlegestellen in die Donauschiffsstationen GmbH eingebracht. Landesrat Gabmann: „Wir haben ein umfangreiches Sanierungsprogramm begonnen, das nun zur Hälfte abgeschlossen ist. Im kommenden Winter folgt der Rest. Das Land investiert hier weitere 20 Millionen Schilling (1,45 Millionen Euro), um den Gästen ein optisch gepflegtes Erscheinungsbild zu bieten.“ Mit eingestiegen ist auch die NÖ Versicherung, die die Kosten für die übersichtliche Beschilderung übernahm. 2001 verzeichnete die Gesellschaft bereits 2.000 Buchungen für Landgänge von verschiedenen Kabinenschiffen aus, das sind 12 Prozent Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Jährlich sind rund 160.000 Kreuzfahrt-Passagiere auf der Donau unterwegs. Melk wird am liebsten angesteuert, dort hat die Brandner Schifffahrt eine zusätzliche Anlegestelle errichtet.


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