03.08.2001 | 00:00

Autobahnbaustellen in NÖ

Pröll-Sicherheitspaket hat sich bewährt

Das von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll durchgesetzte Sicherheitspaket für die niederösterreichischen Autobahnbaustellen hat sich bewährt, schwere Verkehrsunfälle wie im Vorjahr konnten bisher verhindert werden, und auch die Zahl der leichten Unfälle ist stark zurückgegangen. Vor allem durch die bauliche Mitteltrennung durch Betonleitwände konnten das Geschwindigkeitsniveau gesenkt und die Unfallgefahren reduziert werden. Dass das Sicherheitspaket darüber hinaus eine Reihe weiterer wirksamer Maßnahmen umfasst, zeigt das Beispiel der Generalerneuerung der Westautobahn im Bereich Melk. Hier wurden auf zehn Kilometern fünf Radarboxen, vier mobile Tempoanzeigen, zehn Pannenbuchten, sieben Notzufahrten für Einsatzkräfte, eine Stauwarnung vor der Baustelle, gut sichtbare gelb unterlegte Verkehrszeichen in kritischen Bereichen sowie vier Warnblinker vor dem Überleitungsbereich installiert. Außerdem gibt es eine mobile Überwachung sowie einen organisierten Abschleppdienst der Straßenmeisterei, um liegen gebliebene Fahrzeuge rasch aus dem Gefahrenbereich zu entfernen. Entscheidend neben diesen Maßnahmen ist aber die Disziplin der Verkehrsteilnehmer. Landeshauptmann Dr. Pröll und der NÖ Straßendienst appellieren an die Autofahrer, diszipliniert zu fahren, die Fahrzeuge in technisch einwandfreiem Zustand zu halten, auch Ruhezeiten einzuplanen und vor allem in Baustellenbereichen konzentriert zu fahren.

Hier ein Überblick über die aktuelle Baustellensituation auf Niederösterreichs Autobahnen:

Die erwähnte Generalsanierung der Westautobahn A 1 im Bereich Melk zwischen Loosdorf und Pöchlarn in Fahrtrichtung Salzburg erfordert Gesamtbaukosten von 220 Millionen Schilling (15,99 Millionen Euro). Die Autobahn wird hier dreispurig mit Pannenstreifen ausgebaut. Mitte Juli wurde der Gegenverkehrsbereich auf etwa fünf Kilometer verkürzt, seither ist die bis dahin gesperrte Anschlussstelle Melk wieder ungehindert befahrbar. Mitte September wird der Gegenverkehrsbereich zur Gänze aufgehoben, die Nacharbeiten laufen noch bis Anfang November.

Im Zuge der Generalerneuerung der A 1 im Bereich Haag konnte mit Anfang August nach einmonatiger Bauzeit der Gegenverkehrsbereich verkürzt werden, sodass die Anschlussstelle St.Valentin wieder ungehindert befahrbar ist. Die Auffahrtsrampe Richtung Wien der Anschlussstelle Haag bleibt bis Ende Oktober gesperrt. Ab Anfang September wird der restliche drei Kilometer lange Baustellenbereich in Angriff genommen und bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Nach Abschluss der Generalerneuerung werden auch hier auf beiden Richtungsfahrbahnen drei Fahrspuren und ein Sicherheitsstreifen zur Verfügung stehen, die Gesamtbaukosten liegen bei 290 Millionen Schilling (21,08 Millionen Euro).

Ebenfalls im Zuge der A 1 wird derzeit die Fahrbahn des Talüberganges Steinhäusl erneuert, die vor allem unter dem starken Schwerverkehr gelitten hat. Mit einem speziellen 4-phasigen Verkehrskonzept, welches Verkehrsspitzen auf der Autobahn berücksichtigt, sollen Behinderungen soweit wie möglich minimiert werden. Ab 10. August wird die Baustelle vollständig geräumt, um die Autobahn für den Sommerrückreiseverkehr freizuhalten. Ab Mitte September werden die Bauarbeiten weitergeführt, in dieser Phase wird ein 30-tägiger Gegenverkehr mit je zwei Fahrstreifen pro Richtung eingerichtet, wobei eine starre Mitteltrennung für die Sicherheit sorgen wird. Die durchschnittliche tägliche Verkehrsmenge liegt hier bei 50.000 Fahrzeugen, der Schwerverkehrsanteil bei 17 Prozent. Die Kosten für die Brückenbauarbeiten betragen rund 12 Millionen Schilling (0,87 Millionen Euro).

Im Bereich zwischen der Landesgrenze mit Wien bei Auhof und dem Knoten Steinhäusl werden im Zuge eines Mehrjahresprogramms fünf Talübergänge aus den sechziger Jahren einer Generalinstandsetzung unterzogen und gleichzeitig verbreitert, um eine Gegenverkehrsführung mit starrer Mitteltrennung zu ermöglichen, begonnen wird Ende August mit dem Talübergang Pfalzau in Richtung Salzburg.

Auf der Südautobahn A 2 werden heuer zwischen der Landesgrenze zu Wien und Guntramsdorf wieder Vorarbeiten für die Generalerneuerung durchgeführt, um die Dauer der Verkehrsbehinderungen bei der Generalerneuerung selbst zu minimieren. Im Bereich der Anschlussstelle Wiener Neudorf werden Vorarbeiten am Überführungsobjekt getätigt und neue Auffahrtsrampen errichtet.

Auf der Außenringautobahn A 21 werden am Talübergang Alland bis Ende September Generalinstansetzungen durchgeführt, wobei auch hier je zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Die Auffahrt Richtung St.Pölten und die Ausfahrt auf der Richtungsfahrbahn Wien der Anschlussstelle Mayerling sind für die Dauer der Bauarbeiten gesperrt. Von Anfang Oktober bis Ende November sind auch Erneuerungen bei den Talübergängen Sattelbach und Sittendorf vorgesehen.

Zwischen Brunn am Gebirge und Vösendorf konnte durch Nacht- und Wochenendarbeit die Spurrinnen-Sanierung und die Zulegung des Pannenstreifens rechtzeitig vor Ferienbeginn abgeschlossen werden. Somit steht für die Hauptreisezeit dieser Bereich dreispurig mit einem ausreichend breiten Sicherheitsstreifen zur Verfügung.

Insgesamt werden heuer im niederösterreichischen Autobahnen- und Schnellstraßennetz rund 750 Millionen Schilling (54,5 Millionen Euro) investiert. Straßenbaudirektor Hofrat Dipl.Ing. Meinrad Stipek fasst dazu die „Baustellen-Philosophie“ zusammen: „Der NÖ Straßendienst geht von der Zielsetzung aus, dass bei längerfristigen Baustellen auf Autobahnen und Schnellstraßen ständig zwei Fahrstreifen pro Richtungsfahrbahn zur Verfügung stehen müssen. Für die Überprüfung und Optimierung der Arbeitsabläufe wurde ein eigenes Verkehrsmanagement installiert. Unser Ziel ist es, auch gleichzeitig die Sicherheit der Bauarbeiter weiter zu verbessern, indem die Zu- und Abfahrten bei den Baustellen möglichst nicht aus dem Fließverkehr erfolgen.“


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