18.07.2001 | 00:00

Zahlreiche Initiativen, um Motorradunfälle zu senken

LH Pröll: „Jeder Unfall ist einer zuviel“

Motorradlenker sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Das zeigen auch aktuelle Statistiken. Umso wichtiger ist es, dass jeder Motorradfahrer das Risiko richtig einschätzt und sein Fahrverhalten den jeweiligen Gegebenheiten anpasst. „Mit vernünftiger Fahrweise kann jeder Motorradfahrer einen wichtigen Beitrag zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer leisten“, so Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, für den jeder Unfall, jeder Verletzte und jeder Tote einer zuviel ist.

Das Thema „Fahren mit Sicherheitsreserve“ steht auch im Mittelpunkt einer eigenen Kampagne, die morgen, Donnerstag, 19. Juli, um 18 Uhr in Vösendorf (Reitwagen Cafe vis-a-vis der SCS) präsentiert wird. Dieses Kampagne ist in Zusammenarbeit engagierter Biker, Verkehrs- und Motivationsexperten entstanden und soll die Notwendigkeit einer „Sicherheitsreserve“ verdeutlichen, ohne Verdrängungsprozesse auszulösen und ohne den „erhobenen Zeigefinger“ zu strapazieren, so die Initiatoren.

Angesichts der steigenden Unfallzahlen – im Vorjahr starben in Niederösterreich bei 637 Motorradunfällen 32 Menschen – hat das Land Niederösterreich gemeinsam mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit auch ein Vier Punkte-Programm zur Hebung der Verkehrssicherheit für Zweiräder ausgearbeitet. Neben Bitumenausbesserungen sowie der raschen Rollsplitt-Säuberung auf gefährlichen Straßenabschnitten wird vor allem auf Bewusstseinsbildung größtes Augenmerk gelegt. Pröll: „Ein Fahrstil mit ausreichender Sicherheitsreserve ist noch immer die beste Lebensversicherung für Motorradfahrer.“ Darüber hinaus werde man, so der Landeshauptmann, auf den beliebten Ausflugsstrecken strenge Geschwindigkeitskontrollen durchführen. Auch auf technische Überprüfungen der Motorräder werde größtes Augenmerk gelegt. Im beliebten Biker-Bezirk Lilienfeld beispielsweise ist es durch ein Maßnahmenbündel (Straße, Motorrad und Lenker) gelungen, die Verkehrsunfallstatistik positiv zu verändern.

Österreich und insbesondere Niederösterreich erlebte in den letzten Jahren einen wahren Zweiradboom, nicht zuletzt auf Grund der „Führerschein B“-Regelung. Seit 1992 ist die Zahl der Motorräder um 125 Prozent gestiegen. Dazu ist Niederösterreich ein begehrtes Ausflugsziel auch bei den Wiener Bikern.


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