18.06.2001 | 00:00

„Unbekanntes Carnuntum“ in Stockerau

Ö. Archäologisches Institut schöpfte aus eigenen Beständen

Die Stadt Stockerau lag außerhalb des Einflussbereiches des römischen Reiches, im Bezirksmuseum gibt es deshalb nur germanische Funde. Grund genug für die Stadt, einen Blick von Germanien über die Limes-Grenze zu tun und im Bezirksmuseum die Sonderausstellung „Unbekanntes Carnuntum“ zu zeigen, zur Verfügung gestellt vom Österreichischen Archäologischen Institut. Die Eröffnung der Schau fand am vergangenen Freitag statt, sie ist bis Jahresende an Sonn- und Feiertagen zwischen 9 und 11 Uhr zugänglich.

Bei den Fundstücken des Österreichischen Archäologischen Instituts, zusammengestellt von Univ.Prof. Dr. Manfred Kandler, handelt es sich meist um jene Gegenstände – Grabbeigaben, Werkzeuge, Terra Sigillata, Waffen, Amulette, Schmuck etc. – die bei Notgrabungen gefunden wurden. Sie werden, nach Sachgebieten geordnet, ausgestellt und exakt im historischen Zusammenhang beschrieben. Dazu kommen Luftbildaufnahmen, Texttafeln und auch ein Bild aus dem Jahr 1885, das ein Künstler von der damaligen Situation in Carnuntum gemalt hatte. Darauf ist noch zu sehen, dass Mauerreste der Architektur Spuren von Bemalung trugen. Die Ausstellung „Unbekanntes Carnuntum“ stößt vor allem bei den Schulen auf großes Interesse, wie sich in den ersten Ausstellungstagen zeigte.


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