08.06.2001 | 00:00

Mozarts „Ave verum“ als Faksimile erschienen

Musikkleinod wurde in Baden komponiert

Am 17. Juni 1791 besuchte der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart seine Frau Konstanze in Baden, die dort eine Kur absolvierte. Bei diesem Besuch fand er Zeit, die Motette „Ave verum corpus“ zu komponieren, im Köchel-Werkverzeichnis mit der Nummer 618 versehen. Jetzt wurde diese berühmte Komposition von der Akademischen Druck- und Verlagsanstalt Graz als Faksimile wieder aufgelegt.

Der Verlag ist für seine qualitätvollen Faksimile-Ausgaben weltberühmt, die Nachdrucke unterscheiden sich kaum vom Original. Nur an der Papierqualität kann man sie erkennen. Das Schicksal des Notenblattes des „Ave verum corpus“ ist wechselvoll: Aus dem Besitz des Widmungsträgers Anton Stoll, der als Badener Regenschori wirkte, ging es auf den Badener Lehrer Joseph Schellhammer sowie dessen Sohn über, die sich mit einem Vermerk auf der Vorderseite des Autographs verewigten. Schließlich gelangte es über den Kremser Musikhistoriker Ludwig Ritter von Köchel in die Österreichische Nationalbibliothek. Köchel versah das Doppelblatt mit einem kalligraphierten Titelblatt sowie Vor- und Nachsatzblättern aus Papier. Das ganze wurde in Leder gebunden. Die jetzt erschienene Faksimile-Ausgabe ist in einer einfacheren Version zum Preis von 482 Schilling bzw. in einer besseren Ausstattung um 694 Schilling erhältlich.


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