07.06.2001 | 00:00

Dort wären moderne Infrastruktur und Nachfrage vorhanden:

Onodi verlangt auch Weisung für Strecke Retz – Drosendorf

Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi – und mit ihr auch Klubobmann Landtagsabgeordneter Ewald Sacher – möchte nach der Weisung von Bundesministerin Dr. Monika Forstinger an die Österreichischen Bundesbahnen, den Bahnbetrieb auf der Strecke Siebenbrunn/Leopoldsdorf – Engelhartstetten bis zur Übernahme durch einen etwaigen Betreiber weiterzuführen, nun erreichen, dass eine derartige ministerielle Weisung auch für die Strecke Retz – Drosendorf, und zwar für den Personenverkehr, ausgesprochen wird. „Das wäre verkehrspolitisch sinnvoll“, sagte Onodi heute, „denn sowohl die dort vorhandene moderne Infrastruktur als auch die Nachfrage durch den Nahverkehr sprechen für eine Aufrechterhaltung des Bahnbetriebes bis zur Übernahme der Strecke durch einen anderen Betreiber.“

Onodi will zudem auch die Bemühungen der Schieneninfrastrukturfinanzierungs-Gesellschaft mbH (SCHIG mbH), im Rahmen einer internationalen Ausschreibung Interessenten für die Übernahme der in Niederösterreich von der Schließung betroffenen Nebenbahnen (Weitersfeld – Drosendorf, Göpfritz – Raabs, Siebenbrunn/Leopoldsdorf – Engelhartstetten, Ernstbrunn – Mistelbach, Poysdorf – Dobermannsdorf, Gmünd – Groß Gerungs, Gmünd – Litschau, Freiland – Türnitz) zu finden, beschleunigen. Onodi – und mit ihr auch Sacher – wendet sich auch in dieser Sache an Bundesministerin Dr. Forstinger. Ausschreibungen, die sich über Monate oder gar über Jahre hinziehen würden, könnten potenzielle Bewerber abschrecken. Die zwischenzeitliche Einstellung des Bahnbetriebes auf den betroffenen Strecken mit dem Fahrplanwechsel der ÖBB ab 10. Juni schaffe, so Onodi, vollendete Tatsachen. Für Interessenten sei es nämlich sehr schwierig, den Betrieb auf einer Strecke wieder aufzunehmen, die längere Zeit eingestellt war. Das Ausschreibungsverfahren müsse daher beschleunigt werden und im Jahr 2001 abgeschlossen sein, sagte Onodi abschließend.


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