30.05.2001 | 00:00

Experten diskutieren in Tulln bodenschonende Bewirtschaftung

Österreichweit sind 750.000 Hektar Fläche erosionsgefährdet

Rund 12 Prozent, etwa 450.000 Hektar, der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Österreich sind erosionsgefährdet. Rechnet man noch die landwirtschaftlich genutzten Flächen in den alpinen Regionen dazu, kommt man sogar auf rund 20 Prozent oder 750.000 Hektar. „Die Verhinderung von Erosion muss deshalb ein wesentliches Anliegen der Landwirtschaft sein, um eine nachhaltige Bewirtschaftung der Felder und Äcker auch in Zukunft gewährleisten zu können“, betonte Agrar-Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank gestern Abend in Tulln, wo derzeit in der Landwirtschaftlichen Koordinierungsstelle für Bildung und Forschung (LAKO) eine Enquete zu diesem Thema stattfindet. Für Plank ist es deshalb notwendig, die Bauern über diese Notwendigkeit zu informieren, Bewusstseinsbildung zu betreiben und auch in den Landwirtschaftlichen Schulen für dieses Thema zu sensibilisieren. „Denn Erosionsschutz ist auch Landschaftsschutz.“ Vielfach sind die Probleme hausgemacht. Falsche Bodenbearbeitung, zu vieles Befahren der Felder mit schwerem Gerät oder Bodenlockerung führen dazu, dass wertvolle Erde durch Wind verweht und durch Wasser abgeschwemmt wird. Die Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutieren derzeit in der LAKO das Thema aktiver Erosionsschutz und raten unter anderem zu einer bodenschonenden Bewirtschaftung, zu einer verstärkten Humuszufuhr und vor allem zu einer ganzjährigen Begrünung, die, wie in einem Film auch gezeigt wurde, zu wesentlichen Verbesserungen gefährdeter Böden führen. Im Zuge des Symposions wurden auch neue wirksame Schutzmaßnahmen vorgestellt, die vom Anbau geeigneter Pflanzen bis zur Verwendung spezieller Maschinen reichen. Denn die Problematik der Bodenerosion werde nach wie vor unterschätzt. Deshalb gelte es, Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen und einer größeren Öffentlichkeit bewusst zu machen, so der einhellige Tenor.


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