22.05.2001 | 00:00

Verbesserungen auf Niederösterreichs Bahn- und Busstrecken

Pröll: NÖ Verkehrsinfrastruktur zukunftsträchtig weiter entwickeln

Den Benützern öffentlicher Verkehrsmittel in Niederösterreich steht mit dem Fahrplanwechsel am 10. Juni dieses Jahres eine Reihe von Verbesserungen ins Haus, die gestern Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll wie folgt zusammenfasst: Verkürzung der Fahrzeit, Steigerung der Frequenz, mehr Fahrkomfort und eine bessere Linienführung. Die mit den ÖBB ausverhandelten Verbesserungsvorschläge betreffen nicht nur den Zentralraum Niederösterreichs, sondern im Wesentlichen alle Regionen des Landes. Eine besondere Novität sind dabei die bedarfsgerechten „RufZüge“ im Weinviertel, die an Wochenenden und an Feiertagen in den Streckenabschnitten Groß Schweinbarth – Hohenruppersdorf bzw. Gaweinstal nur dann verkehren, wenn Bedarf besteht und sie tatsächlich in Anspruch genommen werden. „Ebenso wird die Mariazellerbahn, die ein wichtiger Teil der Infrastruktur in Niederösterreich ist, weiter bestehen und weiter geführt“, hielt der Landeshauptmann dezidiert fest. Dabei wird es über das derzeit bestehende Fahrangebot hinaus sogar eine Reihe von Verbesserungen geben. Das trifft auch auf die Ybbstalbahn zu. „Mit all den Verbesserungen im öffentlichen Verkehr sowie mit dem 15 Milliarden Straßenausbau-Paket, das im Laufen ist, soll das Verkehrsangebot in Niederösterreich leistungsfähig und zukunftsträchtig weiter entwickelt werden“, betonte der Landeshauptmann. Ein wichtiger Mosaikstein seien dabei auch die kürzlich präsentierte Verlängerung des Wieselbusvertrages sowie der Ausbau von Park-and-ride-Anlagen. „Insgesamt wurden heuer bereits 1.000 weitere Stellplätze geschaffen“, so Pröll. Derzeit gebe es in Niederösterreich rund 25.000 Pkw-Abstellplätze und rund 18.000 Zweirad-Abstellplätze, betonte der oberste Verkehrsplaner des Landes Niederösterreich, Univ.Prof. Dr. Friedrich Zibuschka. Im kommenden Jahr sollen weitere 2.000 Pkw- und 1.500 Zweirad-Abstellplätze entlang des niederösterreichischen Schienennetzes dazukommen.

Nachfolgend die „Highlighs“ auf jenen Streckenabschnitten, auf denen es ab 10. Juni Verbesserungen geben wird:

Im NÖ Zentralraum werden neue direkte Wieselzüge zwischen Krems und St.Pölten sowie Lilienfeld und St.Pölten verkehren. Auf allen Streckenabschnitten verkehren die Züge im Eiltakt. Dazu gibt es vermehrt umsteigefreie Verbindungen nach Tulln sowie Lilienfeld/St.Aegyd. Dazu kommt eine direkte Busverbindung von Türnitz Ortszentrum nach St.Pölten und umgekehrt.

In der Region Wienerwald gibt es Verbesserungen im Bereich St.Pölten – Wien im Frühverkehr durch Beschleunigung und zusätzlichem Halt eines Eilzuges in Eichgraben-Altlengbach.

Auf der Franz-Josefs-Bahn halten die Eilzüge „Waldviertel-Express“ und „Wienerwald-Kurier“ im Zusammenhang mit der neu errichteten Park-and-ride-Anlage in Hötzelsdorf-Geras nunmehr in beiden Richtungen.

Im Weinviertel wird als Zubringer zum Eilzug ein neuer Regionalzug Laa an der Thaya – Mistelbach geführt.

Ein neuer Eilzug Wien – Marchegg stellt insbesondere für Pendler eine ideale Ergänzung zum bestehenden Eilzugpaar „Marchfeldwiesel“ dar.

Auf der Südbahn werden zwischen Wiener Neustadt und Wien speziell für Wien-Pendler schnelle Direktzüge ohne Halt bis Wien Meidling angeboten.

Als Vorleistungen für die beabsichtigte neue Haltestelle Industriezentrum Süd erfolgen Verbesserungen im Pendlerverkehr in den Nachmittagsstunden zwischen Traiskirchen-Aspangbahn und Wien.


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