21.05.2001 | 00:00

Gender Mainstreaming – Rezepte aus Niederösterreich

Anteil am Europäischen Frauenförderungs-Netzwerk vorgestellt

„Die Chancengleichheiten zwischen Mann und Frau stehen auch heute nur auf dem Papier. Trotz gesetzlicher Verankerung gibt es hier noch ein großes Spannungsfeld, Frauen verdienen um ein Drittel weniger, müssen aber oft eine Doppelbelastung ertragen. Ein wichtiger Ansatz, der Chancengleichheit näher zu kommen, ist das Gender Mainstreaming. In Niederösterreich gibt es viele Rezepte, die Situation zu verbessern, und wir müssen die Differenzen über die politischen Grenzen hinweg aufzeigen“, erklärte Landesrätin Christa Kranzl am Freitag im Rahmen einer Präsentation des Projektes „Rezepte aus Niederösterreich für das Mainstreaming“.

Auch Landtagsabgeordnete Marianne Lembacher, Familiensprecherin der Volkspartei, hob die Notwendigkeit hervor, die Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern herzustellen. Frauen arbeiten bis zu eineinhalb Stunden länger als Männer. Sie sei froh, dass Niederösterreich als Pilotland für das Gender Mainstreaming ausgewählt wurde. Sie hob das große Engagement von Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop hervor, die sich vielfach für die Frauen – beispielsweise mit dem regionalen Mentoring-Programm – eingesetzt habe.

Die vorgestellten Rezepte sind als niederösterreichischer Beitrag zu einer erweiterten Auflage der Broschüre „Rezepte für das Mainstreaming“ aufzufassen, die im Juni dieses Jahres als Sammlung positiver Beispiele aus elf Ländern der Europäischen Union erscheinen wird. Die „Reference Group Gender Mainstreaming in Niederösterreich“ wurde Anfang dieses Jahres im Rahmen einer nationalen Partnerschaft mit dem Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen ins Leben gerufen. Das vorliegende Ergebnis zeigt ein vielfältiges Spektrum an Initiativen.

Die niederösterreichische Studie ist beim Frauenreferat des Amtes der NÖ Landesregierung, Telefon 02742/9005-12786 erhältlich.


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