10.05.2001 | 00:00

Sonderausstellung „Kienspan & Unschlitt“ in zwei Museen:

Ab 12. Mai in Gutenstein, dann Partnerschau in Niedersulz

Die Sonderausstellung „Kienspan & Unschlitt. Beleuchtung im ländlichen Alltag“ wird am Samstag, 12. Mai, um 14 Uhr im Waldbauernmuseum in Gutenstein eröffnet. Sie dauert bis 8. Juli. Dann folgt am Sonntag, 5. August, um 14 Uhr die Eröffnung der Partnerausstellung im Weinviertler Museumsdorf Niedersulz. Die Exponate sind dort noch bis zum 4. November zu sehen.

Für „Kienspan & Unschlitt“ hatten Hiltraud Ast in Gutenstein und Anton Knoll in Wien die Idee, und sie gestalteten auch die Schau. Die Idee ist einfach, aber bestechend: Das Lagerfeuer der Jäger und Sammler in der Steinzeit, die Glut am Herd in der Rauchstube der Siedler waren die ersten Quellen, die Licht in das unheimliche Dunkel der Nacht warfen. Die Bewohner der Wälder gruben nach duftendem Kienstock und brachten sein harziges Holz auf dem Kienrost zum Glühen. In der baumlosen Steppe brachte der Talg von Schafen und Rindern Licht in die Finsternis. Das Öl, aus dem Samen von Raps gepresst, gab Stoff für das Ewige Licht am Altar und im Herrgottswinkel. Seit dem Mittelalter kannte man die Kerze aus reinem Bienenwachs. Die Wachskerze war jedoch teuer, blieb beschränkt auf die Taufe, auf den Tod und die Wallfahrt, und nur in Kirchen und Schlössern erstrahlte ihr festliches Licht.

1818 wurde Stearin entdeckt, 1831 das Paraffin erfunden. Nun konnten sich auch ärmere Leute diese preiswerte Art der Beleuchtung leisten. Seit der Zeit um 1860 nimmt man das dünnere Erdöl zum Leuchten. Als Petroleum gereinigt und raffiniert, war die Lichtquelle bei jedem Greißler zu haben. Dann kam der elektrische Strom.

Die Öffnungszeiten im Detail: Im Waldbauernmuseum in Gutenstein im Bezirk Wiener Neustadt ist von Mai bis Oktober Samstag von 14 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr geöffnet (Telefon und Fax 02634/ 7313, e-mail pawelak-ast@aon.at). Das Weinviertler Museumsdorf Niedersulz in Sulz im Weinviertel (Bezirk Gänserndorf) findet man unter der Telefonnummer 02534/333, Fax 02534/333-20, e-mail museumsdorf@xpoint.at, www.museumsdorf.at. Das Museum selbst ist vom 1. April bis 4. November wochentags von 10 bis 16 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Bei beiden Museen finden Gruppen-Führungen jederzeit nach Voranmeldung statt.


Zu diesem Artikel gibt es eine unterstützende Audiodatei. Diese ist zum Download nicht mehr verfügbar. Bitte wenden Sie sich an: presse@noel.gv.at

RÜCKFRAGEHINWEIS

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion - Pressedienst
E-Mail: presse@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-12163
Fax: 02742/9005-13550
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten
© 2017 Amt der NÖ Landesregierung