18.04.2001 | 00:00

Nach 12 Jahren Neustart des Donaufestivals

Pröll und Prokop: Bekenntnis zu Moderne und Internationalität

„Der bisherige Weg des NÖ Donaufestivals war äußerst erfolgreich; Niederösterreich hat damit sein eigenes kulturelles Profil gegenüber der Bundeshauptstadt Wien entwickelt und Eigenständigkeit bewiesen. Mit der neuen Positionierung des 13. Donaufestivals unter der Leitung des künstlerischen Duos Stefan Bruckmeier/Eva Hosemann geht das Festival nun neue Wege: Es ist ein ‚historischer Fingerabdruck‘ der Jetztzeit“, fasste Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute Vormittag die neue Zielrichtung bei der Programmpressekonferenz des NÖ Donaufestivals zusammen. „Steuergelder für Kultur auszugeben ist notwendig, denn die Kultur bringt eine geistige und ästhetische Entwicklung mit sich, die jede Gesellschaft braucht. Jeder kulturpolitische Schilling verzinst sich auf diese Weise. Die Kultur gilt als ‚Sauerteig‘ einer Gesellschaft, als Mittel, die geistige Beweglichkeit zu vergrößern“, so Pröll.

Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop hob die internationale Komponente des Donaufestivals hervor. Sie berichtete, dass ihr Vorstoß in ihrer Funktion als Präsidentin der Versammlung der Regionen Europas, im Rahmen der EU die Kulturweichen verstärkt in Richtung Moderne zu stellen, auf begeisterte Zustimmung gestoßen sei. Dabei sei es aber wichtig, regionale Eigenart zu bewahren und trotzdem internationalen Maßstäben gerecht zu werden. Die stärkere Konzentration auf den Donauraum gebe dem Donaufestival jetzt ein klareres Profil: die Donau nicht als Grenzfluss, sondern als verbindendes Element.

Das heurige Donaufestival läuft vom 8. Juni bis 1. Juli und ist auf die Städte Krems, Korneuburg und Tulln konzentriert. Die neuen künstlerischen Leiter Bruckmeier und Hosemann haben im letzten Dreivierteljahr ein anspruchsvolles und modernes Programm entwickelt, bei dem die großen Namen fehlen. Das Festival hat jetzt ein neues Design, die meisten Künstler sind jung. „Dieses Festival ist ein erster Entwurf; es ist gewiss noch lange nicht in der Nähe eines möglichen Ziels. Wir hoffen aber, dass sich das Festival auf dem richtigen Weg befindet“, so die beiden künstlerischen Leiter.


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