30.03.2001 | 00:00

Enquete: „10 Jahre Fortbildung in psychosozialer Medizin“

Sobotka: Zusammenführung Gugging – Tulln erfolgreiches Beispiel

Im Rahmen der Enquete „10 Jahre Fortbildung in psychosozialer Medizin“ betonten gestern Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop und NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka die Vorreiterrolle Niederösterreichs. „Die Anstalt in Gugging wurde geschlossen und in das öffentliche Krankenhaus in Tulln eingegliedert. Dies ist die erste derartige Anstalt in Österreich und hat für die Patienten maßgebliche Vorteile. Nicht nur die bessere Zugänglichkeit für Patienten, auch die medizinische Rundumversorgung ist durch eine gemeinsame Lösung besser gewährleistet“, so Sobotka.

Die Integration einer Abteilung in öffentlichen Krankenhäusern dient zusätzlich zum Abbau der Hemmschwelle, sich betreuen zu lassen. Beispiele wie etwa Hollabrunn haben gezeigt, dass der Bedarf da ist und es höchste Zeit war, die Entstigmatisierung voranzutreiben.

Im Rahmen der Enquete wurden auch drei Lehrgänge vorgestellt, die einen maßgeblichen Beitrag zum besseren Umgang mit Patienten leisten sollen. „Die mehrjährige Zusatz-Ausbildung von Ärzten ist zu begrüßen, da auch ein niedergelassener Arzt durch diese Zusatzausbildung leichter erkennen kann, ob es sich bei der Krankheit um psychische oder physische Probleme handelt“, hielt dazu Prokop fest.

„Einerseits muss ein praktischer Arzt die Psyche des Menschen kennen, so wie andererseits ein Psychotherapeut auch die somatischen Aspekte einbeziehen muss“, so Prokop.


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