22.03.2001 | 00:00

„Internet aus der Steckdose“

LH Pröll: Weiterer Beitrag zur Technologieoffensive in NÖ

„Internet aus der Steckdose“ könnte für jeden Haushalt bald Realität sein: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und EVN-Generaldirektor Dr. Rudolf Gruber stellten heute in St.Pölten dieses Projekt vor, das seit Juni des Vorjahres im Rahmen eines weltweiten Feldversuchs in Neunkirchen mit der Schweizer Firma ASCOM getestet wird. „Ein weiterer wichtiger Schritt“, so der Landeshauptmann, „durch neue technologische Innovationen den Arbeitsplatz Niederösterreich noch attraktiver zu machen und die Region im nationalen und internationalen Konkurrenzfeld weiterzubringen“. Die Nutzung des Stromnetzes für Internet und Telefonieren ist für Pröll auch die Fortsetzung der im März des Vorjahres gestarteten Technologieoffensive in Niederösterreich, aus der bereits drei Kompetenzzentren (Kplus, ECHEM und WOOD) hervorgegangen sind. Fünf weitere seien eingereicht worden, zwei davon (Kompetenzzentrum Wiener Neustadt und Internet für Senioren) befänden sich in der Umsetzungsphase.

Für EVN-Generaldirektor Gruber ist diese Technologie eine faszinierende Herausforderung, weil mit jeder Steckdose ein schneller, günstiger und permanenter Internetzugang sowie Telefonieren möglich sein wird. Voraussetzung dafür ist die Verfügbarkeit einer EVN-Trafostation im Umkreis von 300 bis 400 Metern zum Kunden. Das treffe bereits auf rund 70 Prozent der Haushalte in Ballungszentren und auf rund 50 Prozent im ländlichen Raum in Niederösterreich zu, so der Landeshauptmann. Die EVN habe für die erste Ausbaustufe bereits 20.000 der erforderlichen „Powerline-Modems“ für ihre Kunden gesichert, so Gruber. „Wenn die Behörde (Infrastrukturministerium) nun auch noch die erforderliche Zulassung für die Geräte erteilt, werden noch im Herbst die ersten EVN-Kunden über die Stromleitung im Internet surfen können.“ Ausgehend von den Ballungszentren soll Niederösterreich – je nach Kundennachfrage – etappenweise mit dieser Technologie erschlossen werden. Deshalb werden die Testversuche demnächst auf weitere niederösterreichische Städte (St.Pölten, Krems, Wiener Neustadt und Waidhofen an der Ybbs) ausgeweitet.


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