28.02.2001 | 00:00

Eine Brücke für den Ötscherland-Express

Bahnbetrieb im Ybbstal längerfristig sichergestellt

In einem äußerst schlechten baulichen Zustand befindet sich derzeit die Wetterbachbrücke an der Schmalspurbahn-Strecke zwischen Kienberg/Gaming und Lunz am See. Da dort ein Nostalgiebahnverkehr unter der Bezeichnung „Ötscherland-Express“ recht erfolgreich läuft, sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an der Brücke notwendig. Die NÖ Landesregierung beschloss gestern, einen Großteil der Gesamtfinanzierung von 4,44 Millionen Schilling zu übernehmen: Aus Regionalförderungsmitteln werden 2,22 Millionen Schilling, von der Abteilung „Gesamtverkehrsangelegenheiten“ weitere 1,1 Millionen Schilling zur Verfügung gestellt.

Die NÖ Lokalbahnen Betriebsges.m.b.H. besteht seit 1990 und betreibt seither den Ötscherland-Express zwischen Kienberg/Gaming und Lunz. An 40 Betriebstagen jährlich wurden von 1990 bis 2000 rund 75.000 Fahrgäste befördert. Die Strecke gehört den ÖBB, sie wurde an die Betriebsgesellschaft verpachtet. Für die Erhaltung ist diese selbst zuständig. Die Betriebsgesellschaft verpflichtete sich ferner, ihre Züge im touristischen Betrieb in dem Moment bis Göstling und allenfalls bis Hollenstein weiterzuführen, als die Österreichischen Bundesbahnen den Personenverkehr im Ybbstal einstellen und ein neuer Betreiber an seine Stelle getreten ist. Auch an eine Ausweitung des Fahrplanes des „Ötscherland-Express“ ist gedacht. Bis 31. Dezember 2001 sind die ÖBB allerdings noch für den Betrieb zuständig, für einen Neubetreiber läuft derzeit ein Ausschreibungsverfahren. „Wir haben diese Zusage von den Bundesbahnen erreicht, da wir zuerst für eine stabile Nachfolge beim Betrieb der Bahnstrecke sorgen wollten“, ist aus der NÖVOG zu hören. Im NÖ Landesverkehrskonzept 1997 ist die Wiederaufnahme des Gesamtverkehrs auf dieser Schmalspurstrecke mit Priorität 2 ausgewiesen: „Positive Auswirkungen auf die regionale Erreichbarkeit im öffentlichen Verkehr“ werden erwartet. Die Auswirkungen auf den Fremdenverkehr werden ebenfalls positiv beurteilt.

Die Sanierung wird im Frühjahr in Angriff genommen. Bis zum Betriebsbeginn des Ötscherland-Express im Mai 2001 soll die Brücke fertiggestellt sein. Die Eisenteile der in „Trestlework-Bauweise“ hergestellten Brücke werden sandgestrahlt und lackiert, auch die Holzbohlen der Fahrbahn werden erneuert.


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