18.01.2001 | 00:00

Landwirt und EVN ermöglichten Maßnahme:

Naturdenkmal der Schwechatau bei Traiskirchen erweitert

Das Naturdenkmal der Schwechatau zwischen Traiskirchen und Tribuswinkel wurde jetzt auf Antrag der NÖ Umweltanwaltschaft erweitert. Diese Erweiterung wurde notwendig, weil in der Katastralgemeinde Wienersdorf die Schwechat den Bereich des Naturdenkmales „zu verlassen“ drohte. Um nicht regulierend einzugreifen, erklärte sich der verständnisvolle Landwirt Ing. Karl Gausterer bereit, seine angrenzenden Ackerflächen und einige Auwiesen abzutreten. Von der Naturschutzabteilung des Amtes der NÖ Landesregierung erhält er dafür eine einmalige Entschädigung. Auch die EVN hat zugesagt, eine Gasleitung zu verlegen, die durch die Veränderung des Flusslaufes sonst gefährdet wäre. Die Flächen des Landwirtes hat nun die Bezirkshauptmannschaft Baden ebenfalls zum Naturdenkmal erklärt.

Mit dieser passiven Maßnahme für den Schutz gegen Hochwasser konnte die natürliche Dynamik der Schwechat gesichert werden. Die Schwechat zwischen Traiskirchen und Tribuswinkel zeichnet sich durch eine hohe Naturnähe aus. Der stete Wechsel der Wasserführung bedingt immer wieder Veränderungen des Flusslaufes. Hier zeigt sich die natürliche Dynamik eines Fließgewässers. Mit anderen Worten: Ähnlich einem „Urwald“ zeigt sich hier ein „Urfluss“. Die Tatsache, dass der Fluss in diesem Abschnitt nicht durch Regulierungsmaßnahmen eingeengt und so in seinem Charakter verändert wurde, führte bereits 1991 zur Erklärung als Naturdenkmal, die nun erweitert wurde.


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