11.12.2000 | 00:00

NÖ Energy-Globe Gewinner präsentiert

LR Plank: Projekte sind Missionsträger

„Es sind Projekte, die beispielhaft zeigen, dass der schonende Umgang mit den Ressourcen nicht mit einem Verlust an Komfort verbunden sein muss, und die damit auch Missionsträger in einem Bereich sind, der für unsere Zukunft ganz wesentlich ist“, betonte Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank am Donnerstag im NÖ Landhaus bei der Vorstellung der niederösterreichischen Preisträger des Wettbewerbes „Energy Globe Austria“. Der Energy Globe prämiert jährlich die weltbesten Projekte im Bereich der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energieträger, die einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten und zur nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung beitragen. Erstmals wurde im Vorfeld heuer ein Österreich-Wettbewerb durchgeführt, alle Einreichungen nehmen auch am internationalen Energy Globe 2001 teil.

Trotz des relativ knappen Zeitraumes wurden in Niederösterreich von Privatpersonen, Gemeinden, Firmen, Schulen usw. 39 Projekte mit durchwegs hohem Niveau eingereicht. Drei davon wurden prämiert:

Der erste Preis ging an ein Einfamilienhaus in Passivqualität der Familie Penka in Rappottenstein, das die Jury vor allem auch durch die architektonisch gute Lösung in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem bestehenden sehr großen Gebäude beeindruckt hat. Das Außenwandsystem (Buhl-Passivwand) wurde als Patent angemeldet. Es bieten sich vor allem auch Umsetzungsmöglichkeiten für die Wirtschaft an.

Den zweiten Platz belegte der Energiepark Bruck an der Leitha. Hier wurden vielfältige Aktivitäten verwirklicht, unter anderem die Fernwärmeversorgung von mehr als 100 Haushalten und vielen öffentlichen Gebäuden sowie der größte Windpark Österreichs. Der Energiepark strebt als Ideenträger in Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde mittelfristig das Klimabündnisziel und langfristig die vollständige energieautarke Versorgung mit erneuerbaren Energieträgern an.

Der dritte Platz ging an das Passivhaus der Familie Merkinger in Weistrach. Es ist das erste Passivhaus in reiner Holzbauweise in Niederösterreich. In der Heizsaison 1999/2000 konnten die Kosten für Heizöl und Warmwasser unter 5.000 Schilling gehalten werden.


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