20.10.2000 | 00:00

Auch heuer wieder orale Immunisierung der Füchse

Tollwut: Impfstoff wird vom Flugzeug abgeworfen

Die „Tollwut-Schluckimpfung“ für Füchse in freier Wildbahn kommt auch heuer wieder aus der Luft: Aus einem Flugzeug werden vom 23. Oktober bis 15. November exakt 162.526 Impfköder auf einer Fläche von rund 6.500 Quadratkilometern im Osten, Süden und Norden Niederösterreichs in unbewohnten Gebieten abgeworfen. Allein im Bezirk Wiener Neustadt werden 13.462 Tollwutköder abgeworfen. Die Kosten für die orale Immunisierung der Füchse auf niederösterreichischem Gebiet belaufen sich auf rund 940.000 Schilling.

Das Flugzeug startet in Wiener Neustadt. Der Abwurf aus dem Flugzeug, das durch ein Satellitennavigationsgerät auf den richtigen Kurs gebracht wird, erfolgt mit größter Präzision und hat sich im gesamten europäischen Raum ausgezeichnet bewährt.

Der Impfstoff besteht aus abgeschwächten Tollwutviren. Weil die Köder sehr wenig wiegen, fallen sie mit so geringer Geschwindigkeit, dass eine Gefährdung von Menschen nicht gegeben ist, wenn sie zufällig getroffen werden sollten. Gefahr für Wild oder Haustiere ist ebenso auszuschließen. Zudem riecht der Köder für den Menschen abstoßend, auch für Kinder besteht keine Gefahr. Außerdem wird das organische Material des Köders in der Natur durch Kleinlebewesen und Bakterien rasch abgebaut.

Bei etwaigen Zwischenfällen kann man beim Bundesinstitut für Arzneimittel, 1160 Wien, Possingergasse 38, Telefon 01/4920070-205 oder 202, an Werktagen von 8 bis 15 Uhr Informationen einholen. Außerhalb dieser Zeit kann man Näheres in den Krankenhäusern Horn, Mistelbach, Mödling, Scheibbs, St.Pölten und Wiener Neustadt erfahren.


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