29.06.2007 | 18:10

Themendörfer und Freiwilligkeit

NÖ Zukunftstag 2000 am 25. Oktober

Auf Hochtouren laufen derzeit in der NÖ Landesakademie die Vorbereitungen für den NÖ Zukunftstag 2000, der am 25. Oktober im St.Pöltner Landtagssitzungssaal über die Bühne gehen wird. Das Generalthema lautet „Wohlfühlen und Leben im 21. Jahrhundert – Themendörfer, Dörfer mit Profil“. Der Vorbereitung diente gestern auch ein Treffen der Top Ten-Runde, eines hochkarätig besetzten Expertengremiums aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur, das im Vorjahr gegründet wurde. Im Lauf der Diskussion unter Vorsitz von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll kristallisierte sich heraus, dass neben der neuen Initiative der Themendörfer den Fragen der Freiwilligkeit und Ehrenamtlichkeit am 25. Oktober besonderes Gewicht zukommen soll.

Landeshauptmann Dr. Pröll verwies auf die inhaltlichen Schwerpunkte des blau-gelben Leitbildes „Zukunft konkret“: Wirtschaften, Wissen, Wohlfühlen. Die erfolgreiche Dorf- und Stadterneuerung solle mit den Themendörfern eine Weiterentwicklung erfahren, es gehe dabei um eine Konzentration auf die vorhandenen Stärken. Er erwarte sich davon auch bedeutende Impulse für die Regionalentwicklung. Pröll unterstrich den hohen Stellenwert der Vereine und der Freiwilligen, das Land habe mit der Einrichtung einer eigenen Servicestelle eine effiziente Unterstützung geschaffen.

Der Salzburger Trendforscher Univ.Prof. DDr. Michael Fischer, der auch am Zukunftstag das Einführungsreferat halten wird, bezeichnete das Heimatbewusstsein als Voraussetzung für das Weltbewusstsein. Er sieht es als Gegentrend zu Globalisierung, Internationalisierung und der rasanten technologischen Entwicklung: „Die Menschen suchen auch nach emotional befriedigenden Lebensweisen.“ Aufgabe der Politik sei es, entsprechende positive Ziele vorzugeben.

Dass gerade die Idee der Themendörfer als Weiterentwicklung der Dorferneuerung ein Weg in diese Richtung sein kann, zeigt eine empirische Untersuchung in den bisherigen vier Testgemeinden, dem „Schmiededorf“ Ybbsitz, dem „Kulturdorf“ Prigglitz, der „Jugendstadt“ Wolkersdorf und dem „Energiedorf“ Kautzen. Sie ergab eine weit über dem Durchschnitt liegende Identifikation, ein hohes Maß an Zufriedenheit und, zumindest was die eigene Gemeinde betrifft, sehr viel Optimismus. Die Bewohner sind stolz auf ihre Gemeinde und glauben an ihre Zukunft. Nun soll das Projekt mit weiteren acht Pilotgemeinden, je zwei pro Landesviertel, fortgesetzt werden. Die entsprechenden Projekte und Zielsetzungen werden beim Zukunftstag 2000 vorgestellt werden.


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