29.06.2007 | 18:10

Auslandsniederösterreicher-Treffen mit vielen Anregungen

LH Pröll: Land braucht Kooperationspartner

Über 40 Auslandsniederösterreicher aus 21 Ländern und vier Kontinenten waren heuer wieder zum traditionellen VIP-Treffen in die Landeshauptstadt St.Pölten gekommen, um in fünf Arbeitskreisen Erfahrungsaustausch zu betreiben und auch konkrete Anliegen und Anregungen im Interesse Niederösterreichs zu diskutieren. Eine Aufgabe, so Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, die für Niederösterreich angesichts der gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen von immenser Bedeutung sei, weil gerade die Auslandsniederösterreicher über enorme Erfahrungen und ausgezeichnete Kontakte im Ausland verfügen und wesentlich das Bild Niederösterreichs im Ausland mitprägen. Darüber hinaus seien die Auslandsniederösterreicher heute nicht Imageträger, sondern auch wichtige Kooperationspartner und Ehrendiplomaten. Pröll: „Ziel ist nun, die Internationalität Niederösterreichs verstärkt voranzutreiben.“ Dazu brauche es aber auch junge Menschen, die bereit seien, die Chancen und Möglichkeiten im Ausland zu suchen und Erfahrungen zu sammeln.

Diese Anregung stand auch im Mittelpunkt des Arbeitskreises Jugend und Erziehung. So will man künftig verstärkt Praxisplätze schaffen und den Schüler- und Jugendaustausch forcieren. Zum Thema Altenpflege (Arbeitskreis Gesundheit und Umwelt) wird im Jänner 2001 mit Schleswig-Holstein ein gemeinsames EU-Projekt eingereicht, das auf allen Ebenen in diesem Bereich einen Austausch forciert. Außerdem wird in der Region Mostviertel ein Projekt zur Verwertung und Wiederverwendung von Inkonsistenzmitteln realisiert. Im Arbeitsbereich Wirtschaft will man verstärkt die Kommunikation und die Angebote forcieren. So soll eine eigene Homepage für Auslandsniederösterreicher geschaffen und die Zusammenarbeit mit der Eco Plus verstärkt werden. Als kurzfristige Maßnahme hat in diesem Bereich die Wirtschaftskammer Hilfe angeboten. Im Tourismusbereich geht es vor allem um verstärkte Marketingaktivitäten, um potentielle Kunden an den heimischen Markt heranzuführen. Dazu will man Praktikanten austauschen und Kooperationen forcieren. Eine professionelle Datenbank soll im Bereich Kunst und Kultur zum Abbau des Informationsdefizits beitragen. Auch vorhandene EU-Mittel will man künftig besser ausschöpfen.

Insgesamt konnten die Teilnehmer auch eine positive Bilanz über die im Vorjahr gemachten Anregungen und Ideen ziehen. Zahlreiche Maßnahmen habe man realisiert, viele Projekte würden derzeit erfolgversprechend laufen. Im Zuge der Präsentation der Ergebnisse der Arbeitskreise überreichte der Landeshauptmann am Freitag auch einen Scheck in der Höhe von 180.000 Schilling. Mit diesem Geld soll Indio-Kindern in Guatemala eine bessere Schulausbildung ermöglicht werden.


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