29.06.2007 | 18:10

Herbstzeit ist Nebelzeit

Kuratorium für Verkehrssicherheit gibt Ratschläge

Massenkarambolagen sind im Herbst keine Seltenheit. Mancher Autofahrer ist gleichsam im Blindflug durch den Herbstnebel unterwegs, warnen die Experten der Landesstelle Niederösterreich des Kuratoriums für Verkehrssicherheit in St.Pölten. Zu hohes Tempo, zu geringer Abstand, auch optische Täuschungen – bei Nebel erscheint der Vordermann oft weiter entfernt, als er tatsächlich ist – führen immer wieder zu Verkehrsunfällen. Als besonders nebelanfällig gelten Straßen in der Nähe von Gewässern, also im Donauraum oder in den Tälern des Alpenvorlandes. Aber auch der Wienerwald, das Wald- und Weinviertel, der Semmering oder das Wechselgebiet können besonders am frühen Morgen und in den Abendstunden zu Nebelfallen werden.

Für Autofahrer gilt daher wetterangepasstes Steuern und vor allem Fahren auf Sicht. Innerhalb der eingesehenen Strecke muss der Fahrer jederzeit anhalten können. Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchten sollten bei Sichtbehinderung eingeschaltet werden.

Fußgängern wird angeraten, sich bei schlechter Sicht nicht in „Tarnkleidung“ – zum Beispiel graue Mäntel – zu verstecken. Kinder sollten gleichfalls in heller, bunter Kleidung und mit reflektierenden Accessoires in den Herbst stapfen.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit fordert zudem die gesetzliche Einführung von „Fahren mit Licht am Tag“. Die Mehrkosten von rund einem Prozent für Treibstoffverbrauch und Glühbirnen sind im Sinne der Verkehrssicherheit gut investiert, weil man als Kraftfahrer früher und besser gesehen wird. Daran sollten vor allem Lenker von weißen, blauen, dunkelgrünen oder grauen Autos denken. Auf nassen Straßen muss die Geschwindigkeit reduziert werden, weil sich der Bremsweg erhöht. Feuchtes Laub kann genauso rutschig sein wie eine schneebedeckte Fahrbahn. „Würden sich die Lenker rechtzeitig auf die nebeligen Tage einstellen, könnten viele Auffahrunfälle vermieden werden“, appelliert Helmut Lindner vom Kuratorium für Verkehrssicherheit Niederösterreich an die Vernunft der Autofahrer.


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