21.07.2000 | 00:00

Jetzt auch Betriebsgebäude für Rückhaltebecken

Katzelsdorf: Leitha kann Hochwasser aufnehmen

Das 1,6 Millionen Kubikmeter fassende Hochwasser-Rückhaltebecken der Leitha in Katzelsdorf im Bezirk Wiener Neustadt verfügt nun auch über ein Betriebsgebäude, das rund 1,5 Millionen Schilling gekostet hat und vor wenigen Wochen fertiggestellt wurde. Das Becken ist damit automatisch betriebsfähig, während ohne Gebäude das Rückhaltebecken nur „handgesteuert“ geregelt werden konnte. Das Becken in Katzelsdorf wird ab 225 Kubikmeter Wasser-Durchflussmenge pro Sekunde in Betrieb genommen. Das Betriebsgebäude steuert die Einsätze der Rückhaltebecken in Katzelsdorf und in Lichtenwörth. Die Anlage, die mit dem Betriebsgebäude 110 Millionen Schilling gekostet hat, bietet den Anrainergemeinden der Leitha Schutz auch vor extremen Hochwässern.

Einige Kilometer unterhalb des Katzelsdorfer Dammes ist zudem in Lichtenwörth seit ungefähr zwei Jahrzehnten ein weiteres Rückhaltebecken in Betrieb, das 2,17 Millionen Kubikmeter Fassungsvermögen aufweist. Das Hochwasser-Rückhaltebecken in Katzelsdorf wurde zu 96 Prozent vom Bund und zu 4 Prozent von den Leitha-Anrainergemeinden, von der Vereinigung bei Haderswörth bis zur Staatsgrenze bei Nickelsdorf, finanziert. Die Wasserbauer des Landes Niederösterreich führten die Aufsicht durch.

Die Arbeiten in Katzelsdorf wurden 1995 begonnen und europaweit ausgeschrieben. Jetzt sind die Hochwässer der Leitha praktisch unter Kontrolle. Bis zu einem 30-jährigen Hochwasser ist durch die zwei Rückhaltebecken alles „beherrschbar“. Früher waren jedes Jahr Überschwemmungen üblich, z.B. in Zillingdorf, wo Warme Fischa und Leitha bis auf wenige Meter zusammenkommen.


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