26.06.2000 | 00:00

Czettel-Preise 2000 für Natur- und Umweltschutz vergeben

LHStv. Bauer: „Verbesserte Lebensgrundlagen durch neues Gesetz“

„Das in Kürze vom NÖ Landtag zu beschließende Naturschutzgesetz wird ein sehr modernes Gesetz sein. Es wird die Grundlage für Umweltverträglichkeit bieten, die Lebensgrundlagen der Natur verbessern und EU-Recht berücksichtigen“, berichtete Landeshauptmannstellvertreter Dr. Hannes Bauer heute Vormittag bei der Überreichung der Hans Czettel-Preise für das Jahr 2000. Insgesamt wurden aus 32 Einsendungen 16 Preisträger ermittelt, denen 150.000 Schilling zuerkannt wurden. Benannt ist der Preis nach dem ehemaligen Landeshauptmannstellvertreter Hans Czettel, der zukunftsweisende Visionen und Überlegungen im Bereich des Natur- und Umweltschutzes entwickelt hatte. Durch die alljährliche Verleihung der Czettel-Preise wird ein wertvoller Beitrag zur Stärkung des Naturschutzgedankens und zur Hebung des ökologischen Bewusstseins, vor allem bei der Jugend, erreicht.

In der Kategorie „Einzelpersonen“ gab es vier Auszeichnungen: Siegfriede Tiefenböck aus Melk wurde für ihr Projekt „Gruppe Naturkids“ vorgestellt. In dessen Rahmen gibt es laufend Exkursionen und Wanderungen, bei denen den Volksschülern der Naturschutzgedanke nähergebracht wird. Hubert Bruckner, ebenfalls aus Melk, überzeugte durch das Projekt „Ökologisierung eines Hauses“. Sonja Endlweber aus Langenzersdorf erhielt die Auszeichnung für ihre Diplomarbeit, die sich mit dem Thema „Kommunaler Klimaschutz am Beispiel Klimabündnisgemeinde Langenzersdorf“ beschäftigt. Prof. Ernst Wandaller und Dieter Manhart (Gmünd) schrieben das Buch „Universum vor der Haustür“, in dem sie die Naturschätze des Raumes Gmünd vorstellen.

In der Kategorie „Vereine“ wurde WWF Würflach für ein Krötenprojekt ausgezeichnet, der Verein für Dorferneuerung St.Veit/Gölsen erhielt seinen Preis für einen Botanik-Rundwanderweg, die NÖ Berg- und Naturwacht Klosterneuburg-Eichenhain hat sich Verdienste um die Räumung eines Baches erworben.

In der Kategorie „Gemeinden“ gab es Urkunden für die Marktgemeinde Pottenstein, die verschiedene ökologische Projekte hervorragend gestaltet hat. Die Notwendigkeit hatte sich nach dem Hochwasser 1997 ergeben. Weiters wurde die Stadt Raabs an der Thaya für eine Obstbaumaktion und für das Aufstellen von 300 Nistkästen ausgezeichnet. Für die Erhaltung des Raubwürgers pflanzte sie Hecken. Die Stadt Amstetten errichtete einen Naturerlebnispfad im Stadtzentrum und gestaltete Kindergärten naturnah. Schwarzau am Steinfeld überzeugte schließlich durch ein Kulturlandschaftsprojekt, das natürliche Lebensräume umfasst und konkrete Maßnahmen zur Erhaltung vorsieht.

In der Kategorie „Schulen“ kamen bei den Volksschulen Würflach mit dem Projekt „Ökologisierung der Schule“, bei den Hauptschulen Asparn an der Zaya mit einem Bienenprojekt in Verbindung mit einer Internet-Präsentation, Traiskirchen mit einem projektorientierten Unterricht im Fach „Umwelterziehung“ und Hainfeld für die Sanierung eines Waldlehrpfades zum Zug. Bei den Sonderschulen wurde das Sonderpädagogische Zentrum Sieghartskirchen-Ollern für die plastische Darstellung der Beziehung Mensch – Natur in Form einer Reliefwand und die Sonderschule Eggenburg für die langjährige Bewirtschaftung des Schulgartens ausgezeichnet. Bei den höheren Schulen gab es für BHAK und BHAS Hollabrunn eine Auszeichnung für das Projekt „Alternativenergien und alternative Heiztechnologie“, für das BRG Waidhofen an der Ybbs einen Preis für eine Analyse der Entsorgung von Problemstoffen in der Stadtgemeinde, für das BG Amstetten eine Auszeichnung für einen ökologischen Vergleich der Flüsse Ybbs, Url und Zauch sowie für die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe Wiener Neustadt eine weitere Auszeichnung für das Projekt „Schulteich unter dem Mikroskop“.


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