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05.11.2015 | 00:37

Eröffnung der Außenstelle der Österreichischen Vogelwarte der Veterinärmedizinischen Universität Wien

LH Pröll: „Mit wissenschaftlichen Einrichtungen gewinnt Niederösterreich an Standortqualität"

Eröffneten die Außenstelle der Österreichischen Vogelwarte der Veterinärmedizinischen Universität Wien in Seebarn am Wagram: Bürgermeister der Marktgemeinde Grafenwörth LAbg. Mag. Alfred Riedl, Rektorin Dr. Sonja Hammerschmid, O. Univ.-Prof. Dr. Walter Arnold, Departmentsprecher des Departments für Integrative Biologie und Evolution, Univ.-Prof. Dr. Leonida Fusani, Leiter der Ornithologie, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Vizerektor für Forschung und internationale Beziehungen Ao. Univ.-Prof. Dr. Otto Doblhoff-Dier und MinR Dr. Christian Smoliner vom Wissenschaftsministerium. (v.l.n.r.)
Eröffneten die Außenstelle der Österreichischen Vogelwarte der Veterinärmedizinischen Universität Wien in Seebarn am Wagram: Bürgermeister der Marktgemeinde Grafenwörth LAbg. Mag. Alfred Riedl, Rektorin Dr. Sonja Hammerschmid, O. Univ.-Prof. Dr. Walter Arnold, Departmentsprecher des Departments für Integrative Biologie und Evolution, Univ.-Prof. Dr. Leonida Fusani, Leiter der Ornithologie, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Vizerektor für Forschung und internationale Beziehungen Ao. Univ.-Prof. Dr. Otto Doblhoff-Dier und MinR Dr. Christian Smoliner vom Wissenschaftsministerium. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Im Rahmen eines Festaktes wurde heute, Donnerstag, in Seebarn am Wagram die Außenstelle der Österreichischen Vogelwarte der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni Vienna) von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Rektorin Dr. Sonja Hammerschmid, Bürgermeister der Marktgemeinde Grafenwörth, LAbg. Mag. Alfred Riedl, O. Univ.-Prof. Dr. Walter Arnold, Departmentsprecher des Departments für Integrative Biologie und Evolution, und Univ.-Prof. Dr. Leonida Fusani, Leiter der Ornithologie, eröffnet.

Landeshauptmann Pröll sagte, dass die Wissenschaft und Forschung im Bundesland Niederösterreich einen sehr hohen Stellenwert hätten. Es gebe Regionen, die reich an Bodenschätzen seien, in Niederösterreich müsse man auf andere Grundressourcen setzen, dabei komme man an der Wissenschaft nicht vorbei. „Mit wissenschaftlichen Standorten gewinnt Niederösterreich an Standortqualität", so Pröll. Das sei ein wichtiger internationaler Wettbewerbsfaktor. Zudem komme Niederösterreich zugute, dass man die Wissenschafts- und Forschungsergebnisse praktisch anwenden könne. Mit dem Angebot an hochqualifizierten Forschungsstandorten im Land bringe man zudem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ins Ausland gegangen seien, um ihre Erfahrungen zu machen, wieder zurück nach Niederösterreich.

Im Zusammenhang mit der Akzeptanz von Wissenschaft und Forschung gebe es ähnlich wie mit der Kunst und Kultur eine Berührungsangst. „Ich habe aber den Eindruck, dass subkutan die Bevölkerung Interesse an Wissenschaft und Forschung findet", betonte Pröll, dass 93 Prozent der Niederösterreicher an Wissenschaft und Forschung interessiert seien und 81 Prozent Verständnis dafür hätten, dass Steuergeld in die Wissenschaft investiert werde. Um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor den Vorhang zu holen, veranstalte man in Niederösterreich alljährlich die Verleihung der Wissenschaftspreise. Zudem gebe es Angebote wie die „Lange Nacht der Wissenschaft" oder das Forschungsschiff „MS Wissenschaft", die der interessierten Bevölkerung die Chance und Möglichkeit geben, sich kundig zu machen, so der Landeshauptmann.

Die Veterinärmedizinische Universität Wien feiere heuer ihr 250-jähriges Bestehen, die heutige Eröffnung der Vogelwarte bilde den Schlusspunkt der Feierlichkeiten, so Rektorin Hammerschmid. Die Verantwortung für Tier und Mensch sei zum Jubiläum und in den letzten 250 Jahren im Zentrum der Arbeit der Veterinärmedizinischen Universität gestanden. Mit der heutigen Veranstaltung eröffne man den siebenten Standort in Niederösterreich, damit beheimate Niederösterreich einen großen Teil der Veterinärmedizinischen Universität. „Wir sitzen hier mitten in einem ganz tollen Vogelrevier", betonte Hammerschmid, dass man gemeinsam mit der Bevölkerung forschen und Vogelzug-Themen bearbeiten möchte. „Citizen Science ist hier gelebte Praxis", so die Rektorin.

„Ihr seid angekommen. Ich freue mich, dass ihr da seid", begrüßte Bürgermeister Riedl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vogelwarte und betonte: „Wir sind stolz, eine universitäre Einrichtung in der Gemeinde Grafenwörth zu haben." Man habe „das richtige Angebot gemacht" und begleite in diesem Raum die Idee vom naturnahen Leben. Diese Anlage passe gut ins Umfeld dieser naturnahen Kulturlandschaft. Mit dem, was hier von der Bevölkerung, Weinbauern und Landwirten geschaffen worden sei, habe man eine gute Grundlage, auf der man weiterbauen könne.

„Das Thema Vogelwarte beschäftigt uns schon seit Jahrzehnten", nun sei es endlich gelungen diese auf die Beine zu stellen, so Departmentsprecher Arnold. Man lebe in einer so schnelllebigen Zeit, die alte Volksschule sei nicht mehr genutzt worden, und gemeinsam habe man hier Sinnvolles geschaffen.

Das erste Mal sei er hier im März 2014 gewesen, berichtete Fusani, Leiter der Ornithologie, dass das Haus damals noch eine alte Schule gewesen sei. Auch, wenn das Haus nun neue Funktionen erfülle, so werde auch in Zukunft die Ausbildung eine wichtige Rolle spielen. Das Haus sei offen für wissbegierige Kinder und die interessierte Bevölkerung. „Oberstes Ziel ist die Erforschung aller Aspekte der Vogelbiologie", so Fusani. So werde man sich hier vor allem mit der Vogelberingung und dem Monitoring beschäftigen. Dieser Ort schaffe „eine Brücke zwischen Wissenschaftlern und Naturliebhabern", so Fusani. In Zusammenarbeit mit der Garten Tulln und Natur im Garten habe man das Projekt gestartet, den eigenen Garten vogelfreundlicher zu gestalten und mache damit neugierig auf Vogelkunde.

Nähere Informationen: Veterinärmedizinische Universität Wien, Telefon 01/25 00 77-0, http://www.vetmeduni.ac.at/.

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