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23.03.2015 | 09:41

LH Pröll eröffnete „Ötzi"-Ausstellung im MAMUZ Museum Mistelbach

„Wissenszentrum und Erlebniszentrum"

Im Bild: Geschäftsführer Mag. Matthias Pacher, Dr. Angelika Fleckinger (Archäologiemuseum Bozen), Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, wissenschaftlicher Leiter Dr. Ernst Lauermann (v. l. n. r.)
Im Bild: Geschäftsführer Mag. Matthias Pacher, Dr. Angelika Fleckinger (Archäologiemuseum Bozen), Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, wissenschaftlicher Leiter Dr. Ernst Lauermann (v. l. n. r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Das MAMUZ Museum Mistelbach zeigt heuer in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen eine umfassende Schau mit den neuesten Erkenntnissen zur berühmtesten Eismumie der Welt. Von der Auffindung über die Erforschung bis hin zur Rekonstruktion des Mannes aus dem Eis wird Ötzis Geschichte spannend erzählt. Am vergangenen Freitag wurde die Ausstellung durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll feierlich eröffnet.

Es habe sich gezeigt, „dass die Philosophie der Landesausstellungen, mit denen wir nicht nur kulturpolitische, sondern auch regionalpolitische Zielsetzungen verbinden, aufgeht", sagte der Landeshauptmann im Gespräch mit der Moderatorin der Eröffnung, Mag. Nadja Mader-Müller.  Er betonte die Bedeutung des MAMUZ als „Wissenszentrum und Erlebniszentrum", das den Menschen „die Geschichte auf breitester Ebene näher bringt".

Das Land Niederösterreich habe einen „unglaublich reichhaltigen Sammlungsschatz", und diesen wolle man auch „verfügbar machen für die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher, und auch für diejenigen, die zu uns kommen", so Pröll. Deshalb werde man etwa auch „weitere wesentliche museale Einrichtungen" wie das Haus der Geschichte in St. Pölten oder die Galerie der zeitgenössischen Kunst in Krems umsetzen.

Mit Themen wie dem Ötzi wolle man „Geschichte angreifbar machen", meinte der Geschäftsführer des MAMUZ Mistelbach, Mag. Matthias Pacher. Zu Themen wie den Ötzi könne vor allem auch das junge Publikum einen Zugang finden.

Der wissenschaftliche Leiter des MAMUZ, Dr. Ernst Lauermann, verwies auf zahlreiche wissenschaftliche Tagungen, die hier stattfinden: „Dadurch bringen wir Kompetenz und wissenschaftlichen Diskurs hierher."

Mit dem Ötzi bekäme die Geschichte „im wahrsten Sinne des Wortes ein Gesicht", für die Wissenschaft war die Auffindung des Mannes aus dem Eis „eine Sensation", sagte Dr. Angelika Fleckinger vom Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen.

1991 gab der Ötztaler Gletscher den 5.300 Jahre alten Mann frei. Dieser bedeutende Fund ermöglichte einen bislang unbekannten Einblick in die späte Jungsteinzeit und frühe Kupferzeit, in der Ötzi lebte. Die Wissenschaft erforscht jedes noch so kleine Detail an ihm. So konnte etwa anhand der Reste seiner Kleidung nachgebildet werden, wie diese ausgesehen haben kann. Mit Schuhen aus Gras, engen Beinkleidern, einem Mantel aus Ziegenfellstreifen und einer Bärenfellmütze war er vor 5.300 Jahren auf 3.210 Metern Seehöhe in den Ötztaler Alpen unterwegs. Die Ausstellung im MAMUZ zeigt, was die Wissenschaft nach Jahrzehnten der Forschung alles über Ötzi, seinen Körper, seine Kleidung und seine Ausrüstung weiß. Erweitert wird die Schau mit eindrucksvollen Originalexponaten, die den Übergang von der Steinzeit in die Kupferzeit in Niederösterreich belegen.

Die Ausstellung „Ötzi. Der Mann aus dem Eis" ist bis 29. November 2015 im MAMUZ Museum Mistelbach zu sehen, geöffnet ist die Schau von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

Nähere Informationen: MAMUZ Museum Mistelbach, Waldstraße 44-46, 2130 Mistelbach, http://www.mamuz.at/.

 

 

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