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12.03.2015 | 14:15

LH Pröll empfing südböhmischen Kreishauptmann Jiri Zimola in St. Pölten

Verkehrs-Infrastruktur und Gesundheit als Schwerpunkte des Arbeitsgespräches

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll traf im Landhaus in St. Pölten mit dem südböhmischen Kreishauptmann Jiri Zimola zusammen.
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll traf im Landhaus in St. Pölten mit dem südböhmischen Kreishauptmann Jiri Zimola zusammen.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll traf heute, Donnerstag, im Landhaus in St. Pölten mit dem Kreishauptmann von Südböhmen, Mgr. Jiri Zimola, zu einem Arbeitsgespräch zusammen. Schwerpunkte dabei waren die Themen Verkehrs-Infrastruktur, Gesundheit und EU-Fördermöglichkeiten.

Die Ertüchtigung des öffentlichen Verkehrs von Wien durch Niederösterreich bis Budweis und weiter nach Prag im Zusammenhang mit der Franz Josefs-Bahn sei „ein wesentliches Ziel", sagte Landeshauptmann Pröll in seiner Stellungnahme. Derzeit benötige man zwei Stunden und fünf Minuten für die Fahrt von Wien nach Gmünd, Ziel sei eine Fahrtzeitverkürzung auf eineinhalb Stunden. „Das Pendeln zwischen dem Waldviertel und Wien soll schneller vonstatten gehen im Interesse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Auch der Wirtschaftsstandort Waldviertel wird durch eine schnellere Verbindung attraktiver", betonte Pröll.

Eine „Zukunftsperspektive für das Waldviertel" eröffne auch der Ausbau des Flughafens Budweis, der nach Ende des Ausbaus in zwei Jahren auch für den internationalen Verkehr geöffnet werden soll. Dies habe auch für das Waldviertel eine besondere Bedeutung, so Pröll: „Von Budweis sind es nur 50 Kilometer bis Gmünd." In diesem Zusammenhang setze man daher auf den Ausbau der Verbindung Schrems - Neunagelberg - Trebon - Budweis und werde intensiv in den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur auf niederösterreichischer Seite investieren, betonte er: „Wir werden im Waldviertel rund 250 Millionen Euro investieren." Als Beispiel nannte er etwa die Umfahrung Zwettl.

„Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen funktioniert", sprach der Landeshauptmann ein weiteres Thema an und nannte dabei vor allem das Projekt „Health Across". Man werde intensiv bemüht sein, dass „versicherungstechnische Fragen auf Staatsebene rasch gelöst werden", betonte er. Nach ambulanten Behandlungen gehe es dabei nun vor allem auch um den stationären Bereich und die Rettungsdienste.

„Eine Reihe von Arbeitspunkten" gebe es auch im Bereich der Förderkulisse in der jetzigen EU-Förderperiode. So sei vereinbart worden, dass eine Arbeitsgruppe wesentliche Themen vorbereiten und konkrete Projekte erstellen solle. „Auf niederösterreichischer Seite haben wir in der neuen Förderperiode rund 17 Millionen Euro für grenzüberschreitende Projekte mit der Tschechischen Republik verfügbar", sagte Pröll.

Er sei sehr froh, dass die Bahnverbindung Wien-Budweis „zu einer unserer Prioritäten" erklärt worden sei, sagte Kreishauptmann Zimola. Ebenso zeigte er sich erfreut über das Interesse von niederösterreichischer Seite am Flughafen Budweis. Er hoffe, „dass dieser Flughafen auch von der Bevölkerung und den Firmen Niederösterreichs genutzt" werden wird. Im Zusammenhang mit der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung meinte Zimola: „Für die Menschen ist es nicht wichtig, wo sie behandelt werden, sondern wie sie behandelt werden." Zum Thema EU-Fördermöglichkeiten hielt er fest, dass nun konkrete Projekte erarbeitet werden sollen: „Einer der wichtigsten Bereiche ist die Beseitigung der Sprachbarriere mit der Sprachenoffensive, sodass sich die Bewohner auf beiden Seiten näher kommen."

 

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