02.03.2015 | 14:22

Morgen ist der Internationale Tag des Artenschutzes

LR Pernkopf: „Dafür sorgen, dass wertvolle Lebensräume erhalten bleiben"

Am 3. März 1973 wurde das Washingtoner Artenschutzabkommen unterzeichnet, welches jene wildlebenden Pflanzen und Tiere schützen soll, die durch Handelsinteressen gefährdet sind. Österreich ist dem Abkommen 1982 beigetreten. Um auf die Bedeutung der Artenvielfalt und die Zerstörung von Lebensräumen hinzuweisen, wird alljährlich die „Natur des Jahres" vorgestellt. Einige dieser Arten des Jahres sind auch in Niederösterreich zu finden.

Weltweit geht man von rund zwei Millionen beschriebenen Arten aus, also Tieren und Pflanzen, die wissenschaftlich erforscht und benannt sind. Die Gesamtzahl aller Arten auf der Erde ist aber vermutlich weitaus höher. Doch der Reichtum ist bedroht. Zwar sterben Arten auch auf natürlichem Wege aus, Expertinnen und Experten schätzen aber, dass menschliche Einflüsse das Aussterben von Arten um das bis zu 1.000-fache beschleunigt haben. Die Weltnaturschutzunion IUCN hält derzeit rund 17.000 Arten für akut vom Aussterben bedroht. Besonders dramatisch: 42 Prozent der Kriechtiere und 30 Prozent der Fische stehen auf den Roten Listen. Und nicht nur Arten sind gefährdet, auch wertvolle Lebensräume verschwinden für immer.

Naturschutzorganisationen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz wählen jedes Jahr besonders schützenswerte Pflanzen und Tiere zur „Natur des Jahres". Damit soll auf die Bedeutung der Artenvielfalt und die Zerstörung von wertvollen Lebensräumen aufmerksam gemacht werden. In Österreich ist der Naturschutzbund gemeinsam mit verschiedenen Partnern federführend an der Aktion beteiligt. „In Niederösterreich sind wir sehr um den Artenschutz bemüht, es sind mehr als 30 Prozent der Landesfläche als Schutzgebiete ausgewiesen. So sorgen wir dafür, dass die wertvollen Lebensräume erhalten bleiben", so Naturschutz-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf.

„Die meisten Tiere und Pflanzen des Jahres 2015 kommen auch in Niederösterreich vor. Einen Überblick über die ‚Natur des Jahres‘ finden Sie auf der Webseite http://www.naturland-noe.at/. Hier gibt es außerdem zahlreiche Informationen zu Naturschutz, Schutzgebieten und interessanten Projekten in diesem Bereich. Tier des Jahres 2015 ist übrigens der Feldhase, Reptil des Jahres die Europäische Sumpfschildkröte und Baum des Jahres ist die Weißtanne", so Mag. Franz Maier, Leiter des Bereiches „Natur & Ressourcen" der Energie- und Umweltagentur NÖ.

Der Feldhase ist in den letzten Jahren immer seltener anzutreffen. Als typischer Wiesenbewohner schaden ihm Flurbereinigungen durch fehlende Deckungsmöglichkeiten. Meist besetzt er jetzt die bewachsenen Straßenränder, wo ihn häufig der Verkehrstod ereilt.

An warmen Sommertagen kann man sie im Wasser beim Sonnenbad beobachten. Früher war die Sumpfschildkröte in ganz Europa weit verbreitet. Durch starke Bejagung und die Zerstörung des Lebensraumes gehen die Bestände drastisch zurück. In Österreich gibt es nur mehr eine intakte Population mit etwa 1.500 Tieren in den Donauauen unterhalb von Wien.

Durch ihr tief greifendes Wurzelsystem ist die Weißtanne gut im Boden verankert, erschließt tiefere Bodenschichten und ist weniger sturmgefährdet als andere Nadelgehölze. Tannenreiche Wälder tragen so zum Bodenschutz und zur verbesserten Wasserspeicherung bei. In Österreich zählt sie zu den gefährdeten Baumarten.

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon 02742/9005-13322, e-mail j.maier@noel.gv.at, Energie- und Umweltagentur NÖ, Mag. (FH) Christine Sitter-Penz, Telefon 02742/219 19-137, e-mail christine.sitter-penz@enu.at, http://www.enu.at/, http://www.naturland-noe.at/.

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