02.03.2015 | 00:31

Landesrätin Schwarz zum Internationalen Frauentag am 8. März

„In Frauenberatungsstellen bekommen Frauen kostenlose und vertrauenswürdige Beratung"

Zum Thema \"Frauen und Armut\" informierten Sozial-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und die Sprecherin der Frauenberatungsstellen, DSA Elisabeth Cinatl, im Frauenzentrum St. Pölten. (v.l.n.r.)
Zum Thema \"Frauen und Armut\" informierten Sozial-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und die Sprecherin der Frauenberatungsstellen, DSA Elisabeth Cinatl, im Frauenzentrum St. Pölten. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an presse@noel.gv.at.

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März informierte Sozial-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz heute, Montag, im Frauenzentrum St. Pölten gemeinsam mit der Sprecherin der Frauenberatungsstellen, DSA Elisabeth Cinatl, zum Thema „Frauenarmut in Niederösterreich". Der Internationale Frauentag, der 1977 von der UN-Generalversammlung ins Leben gerufen wurde, gebe den Anstoß, „innezuhalten und nachzudenken", so Schwarz. Verwirklichung der Chancengleichheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie das Schließen von Einkommensunterschieden seien nach wir vor ein Thema. In Niederösterreich seien die zehn Frauenberatungsstellen mit ihren sieben Außenstellen dabei „wichtige Unterstützer" für Frauen.

„18.000 Frauen suchen im Jahr eine Frauenberatungsstelle auf. Dort bekommen sie kostenlose und absolut vertrauenswürdige Beratung", so Landesrätin Schwarz. Beraten werden Frauen, wenn es um partnerschaftliche Konflikte gehe, aber auch in Erziehungsfragen und gesundheitlichen Fragen. Als Schwerpunkt für das Jahr 2015 habe man mit den Frauenberatungsstellen das Thema „Frauen und Armut" festgelegt, denn: „Frauen sind von Armut stärker betroffen als Männer", so Schwarz. Durch ihre Entwicklungsschritte seien Frauen oft nicht so gut aufgestellt wie Männer. Dabei spielen unbezahlte Arbeit im Haushalt oder auch die Pflege älterer und pflegebedürftiger Familienangehöriger eine große Rolle.

Frauenberatungsstellen seien „gute Netzwerke", um Frauen Unterstützung zu geben, so Schwarz. Von Armut betroffen seien vor allem Alleinerzieherinnen, erwerbslose Frauen oder jene in prekären Beschäftigungsverhältnissen sowie Frauen mit kinderstarken Familien. Ein Moment des Schreckens sei für viele Frauen gewesen, als sie die Kontoerstgutschrift der Pensionsversicherungsanstalt zugeschickt bekommen haben. Die Bruttopension 2013 für Frauen sei im Schnitt bei 842 Euro im Monat gelegen, jene für Männer habe 1.379 Euro betragen. Diese Unterschiede würden sich dadurch ergeben, dass Frauen Zeiten zu wenig oder mit einem zu geringen Betrag angerechnet bekommen würden. Daher sei es wichtig, „Frauen aufzuklären, was es bedeutet, wenn man zu lang in reduzierten Teilzeitbeschäftigungen ist", so Schwarz.

Gemeinsam mit dem Bund werde an der Verbesserung der Kinderbetreuung gearbeitet, sodass Frauen wieder früher ins Erwerbsleben einsteigen können, so Schwarz. In einem zweiten Schritt gehe es darum „jungen Mädchen zu zeigen, was sie für Möglichkeiten haben - wo es gute Möglichkeiten zu Bildung gibt", so die Landesrätin. Mit zahlreichen Initiativen wie „HTL4girls", Tech-Datings, bei denen Schülerinnen Unternehmen kennenlernen, und dem Girls\' Day wolle man „Frauen animieren, technische Berufe zu ergreifen", so Schwarz. Es gebe über 220 Lehrberufe, ausgebildet werden junge Frauen aber meist nur in den drei typischen Lehrberufen Friseurin, Einzelhandelskauffrau und Handelsangestellte.

In den Frauenberatungsstellen wolle man der „Fassungslosigkeit und dem Gefühl von Ungerechtigkeit", das Frauen gerade mit dem Erhalten der Pensionsbescheide verspüren, entgegenwirken und „ihnen Perspektiven geben" - „Wie kann ich mit 800 Euro durchkommen?", so Cinatl, die Sprecherin der Frauenberatungsstellen. „Frauen kommen in den unterschiedlichsten Lebenslagen zu uns", so Cinatl. Dabei gehe es vor allem darum, „Frauen ein Stück zu stärken". Es sei noch viel Aufklärungsarbeit notwendig, auch in Kindergärten und Schulen. Eine große Armutsfalle sei das Muttersein, vor allem, wenn eine Ehe oder Beziehung in die Brüche gehe. Auch Frauen mit Migrationshintergrund und ältere Frauen seien besonders von Armut betroffen. Außerdem seien im Sozialbereich, in dem vor allem Frauen arbeiten würden, die Kollektivverträge niedrig oder es gebe gar keine.

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, e-mail dieter.kraus@noel.gv.at.

 

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