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27.02.2015 | 13:15

Einsatzbilanz 2014 präsentiert: 64.691 Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren

LH Pröll: „Wesentliche Botschafter auf internationaler Ebene"

Präsentation der Einsatzbilanz 2014 der Feuerwehren in Niederösterreich: Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner und Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.
Präsentation der Einsatzbilanz 2014 der Feuerwehren in Niederösterreich: Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner und Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll informierte heute, Freitag, im NÖ Landhaus gemeinsam mit Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner über die Einsatzbilanz der Freiwilligen Feuerwehren im Jahr 2014.

Die Bereitschaft der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher, sich bei den Freiwilligen Feuerwehren zu engagieren, sei eine sehr große. 98.000 Bürgerinnen und Bürger seien im niederösterreichischen Feuerwehrwesen organisiert. „Das ist ein klares und eindeutiges Dokument der Freiwilligkeit", so Landeshauptmann Pröll, der weiters sagte: „Die Bilanz des Jahres 2014 zeigt, dass immer dann, wenn es notwendig ist, die Feuerwehr da ist." Die insgesamt 1.640 Freiwilligen Feuerwehren sowie 89 Betriebsfeuerwehren seien im Vorjahr zu 64.691 Einsätzen gerufen worden. „Das heißt, alle 8,2 Minuten hat in Niederösterreich durch die Feuerwehren ein Einsatz stattgefunden. Das ist ein deutliches Signal für das, was im Feuerwehrwesen geleistet wird", so Pröll.

Ein wichtiger Punkt sei jener der Aus- und Weiterbildung, „da die Anforderungen an die Feuerwehrleute im Einsatz immer größer werden", so der Landeshauptmann. „Zu den offiziellen Einsätzen haben unsere Feuerwehrleute im vergangenen Jahr rund 1,3 Millionen Stunden für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet", so Pröll. Das zeige, „welch großer Zeitaufwand letztlich notwendig ist und welch großer und klarer Wille da ist, sich ständig weiterzubilden und immer am letzten Stand der technischen Möglichkeiten zu sein, um tatsächlich in der entscheidenden Phase den richtigen Schritt in die richtige Richtung zu setzen", so Pröll. Insgesamt hätten die Feuerwehrleute 8,4 Millionen freiwillige Arbeitsstunden aufgewendet. Das stelle ein „klares und deutliches Dokument der Leistungsfähigkeit und des Leistungswillens der Freiwilligen Feuerwehren in Niederösterreich" dar.

Die Freiwilligen Feuerwehren seien die „wichtigste und klarste Versicherungspolizze in Niederösterreich", denn „auf unsere Feuerwehren ist Verlass." „Sie sind bei Unfällen, Bränden, Sturmschäden und Eiskatastrophen, wie wir sie im vergangenen Jahr erlebt haben, immer wieder zur Stelle", so Pröll. Zudem seien die Freiwilligen Feuerwehren „die Säule des Freiwilligenwesens im Bundesland Niederösterreich". Das habe nicht nur eine gesellschaftliche, sondern auch eine finanzielle Dimension, wenn man rechne, dass jede Einsatzstunde bezahlt werden müsse.

Weiters seien die Freiwilligen Feuerwehren ein „Anker für unsere Jugend", so Pröll. Es sei wichtig, jungen Menschen eine Arbeits- und Entwicklungsebene zu bieten und die Freiwillige Feuerwehr biete eine sinnvolle Freizeitgestaltung. „5.500 junge Menschen sind in der Feuerwehrjugend aktiv", so Pröll. Außerdem seien die Freiwilligen Feuerwehren auch „wesentliche Botschafter auf internationaler Ebene", so der Landeshauptmann. Das habe man gerade im vergangenen Jahr gesehen, als die niederösterreichischen Feuerwehren „höchstes Niveau der Leistungsfähigkeit" gezeigt hätten. Die niederösterreichischen Feuerwehren hätten eine Top-Ausbildung und seien katastrophenerprobt. Das komme auch auf internationaler Ebene zur Wirkung.

Der Landeshauptmann bedankte sich bei Landesfeuerwehrkommandant Fahrafellner „für die exzellente Zusammenarbeit und Achse" - das gebe in Extremsituationen „unglaubliche Sicherheit" - sowie bei allen Feuerwehrleuten „für die Bereitschaft zum Einsatz" und bei der niederösterreichischen Bevölkerung dafür, dass sie den Wert des Feuerwehrwesens erkannt habe und die Feuerwehren immer wieder auch finanziell unterstützten.

„Die Einsatzzahlen und Mannschaftszahlen haben eine steigende Tendenz", so Landesfeuerwehrkommandant Fahrafellner. Auch die Katastrophen würden mehr werden. Die Einsatzbilanz 2014 zeige, dass die Feuerwehr ihre Aufgaben, insbesondere den Katastrophenschutz als ihre Kernaufgabe, mehr als erfüllt habe - auch auf internationaler europäischer Ebene. Niederösterreich habe bei der Katastrophe in Slowenien beispielsweise 29 Notstromaggregate eingesetzt, Deutschland im Vergleich nur fünf. Erfreulich sei der Zuwachs in der Feuerwehrjugend. Ab zehn Jahren könne man jungen Menschen eine sinnvolle Freizeitgestaltung und technische Ausbildung ermöglichen. „Die 1.953 Menschenrettungen zeigen, dass auch ein freiwilliges Feuerwehrwesen professionell arbeiten kann", so Fahrafellner. „Einen großen Zuwachs haben wir bei den Feuerwehr-Frauen - über sechs Prozent Zuwachs", so der Landesfeuerwehrkommandant erfreut.

„Aufgrund der Klimaerwärmung haben wir sicher mit mehr Katastrophen zu rechnen", so Fahrafellner. Daher seien einige Großpumpen angekauft worden, so gebe es nun zwei für jedes Viertel in Niederösterreich. Insgesamt sei die Zahl der leistungsstarken Pumpen auf 42 aufgestockt worden. Es gebe zwei mobile Tankstellen mit jeweils 6.000 Liter, die für die Notstromaggregate und die Betankung der eigenen Fahrzeuge sowie der Hubschrauber verwendet werden. Zusätzlich seien 18 neue Wechselladefahrzeuge (insgesamt gebe es nun 65 dieser Sonderfahrzeuge in Niederösterreich) und Notstromaggregate angekauft worden (davon gebe es nun 33). Derzeit laufe ein Testsystem mit Quads, von denen jeder Bezirk eines erhalten solle. Zusätzlich werden Einsatzleitcontainer in der Höhe von 1,3 Millionen Euro angeschafft, die vor allem auch bei Auslandseinsätzen verwendet werden sollen, erstmals beim Frequency in St. Pölten. „Wir werden den Standort Tulln hinsichtlich des Katastrophenschutzes stärken", so Fahrafellner. Es werde ein Katastrophenlager in der Höhe von 1,2 Millionen Euro errichtet. Abschließend bedankte sich der Landesfeuerwehrkommandant bei Landeshauptmann Pröll „für das freundschaftliche Verhältnis zu den Feuerwehren" sowie bei Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und den Bürgermeistern in den Gemeinden und den Behörden, mit denen die Feuerwehr sehr eng zusammenarbeite, für ihre Unterstützung.

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