17.02.2015 | 10:21

Staatsministerin Höfken zu Gast in Niederösterreich

Pernkopf: Bioberatung und „Erlebnis Bauernhof" sollen forciert werden

Im Bild von links nach rechts: Bundesrat Martin Preineder, Hannes Schabbauer, Staatsministerin DI Ulrike Höfken, Bernadette Schabbauer und Agrar-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf
Im Bild von links nach rechts: Bundesrat Martin Preineder, Hannes Schabbauer, Staatsministerin DI Ulrike Höfken, Bernadette Schabbauer und Agrar-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Zu einem Arbeitsgespräch trafen DI Ulrike Höfken, Staatsministerin für Agrar und Umwelt aus Rheinland-Pfalz, und Agrar-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf kürzlich am Betrieb der Familie Schabbauer in Laab im Walde (Bezirk Mödling) zusammen. Schwerpunkte waren dabei das neue NÖ Agrarprogramm sowie der Ausbau der Erneuerbaren Energie.

Bereits 20 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen in Niederösterreich werden biologisch bewirtschaftet, in Rheinland-Pfalz liegt dieser Wert erst bei rund sechs Prozent. „Auch wenn wir hier noch zurück liegen, so spüren wir doch auch eine große Nachfrage, der Trend zu mehr Bio wird auch bei uns anhalten", so die Staatsministerin. Auf großes Interesse stieß daher der Erfolg der Biolandwirtschaft in Niederösterreich. Pernkopf dazu: „Mit dem neuen NÖ Agrarprogramm wollen wir unsere Biobetriebe nun noch besser beraten und unterstützen. Ziel ist es, den Bio-Anbau noch weiter auszubauen."

Einig waren sich die beiden Agrarpolitiker speziell in der Wichtigkeit, schon den Kindern eine moderne, produzierende Landwirtschaft zu zeigen und zu erklären. Rheinland-Pfalz setzt hier auf das Projekt „Lernort Bauernhof", in Niederösterreich will man das Projekt „Erlebnis Bauernhof" mit dem neuen Agrarprogramm forcieren. „Die Bäuerinnen und Bauern sind selbst die besten Vermittler ihrer Arbeit. Unser Ziel muss es sein, dass jedes Kind während seiner Schulzeit zumindest einen Tag lang einen Bauernhof erleben kann", sagte Pernkopf. Aber auch mit Aktionen wie der Erdäpfelpyramide, die bei Höfken auf besonderes Interesse stieß, will man den Wert der Lebensmittel und die Arbeit, die hinter der Erzeugung selbiger steckt, bewusst machen. Bei diesem neuen Projekt werden von Schulen, Kindergärten etc. gemeinsam Erdäpfel gepflanzt und geerntet.

Zuspruch fand bei der Staatsministerin vor allem die niederösterreichische Energiepolitik: Schon Ende 2015 will das Land Niederösterreich den Strom zur Gänze aus Wasser, Wind, Biomasse und Sonne bereitstellen. „Wir haben es geschafft, die Bevölkerung ins Boot zu holen und die Energiewende zu einer Energiebewegung zu machen", so Pernkopf. Auch Rheinland-Pfalz befinde sich auf einem guten Weg zur Energiewende, vor allem der Ausbau der Windkraft und die Unterstützung der mittelständischen Erzeugungsbetriebe spiele in ihrem Bundesland eine große Rolle, informierte die Staatsministerin. Speziell die Akzeptanz der Bevölkerung will man noch weiter steigern. Derzeit produziert das deutsche Bundesland rund 30 Prozent des Stroms aus Erneuerbarer Energie.

Zum aktuell diskutierten Freihandelsabkommen TTIP waren sich die beiden einig, dass man zwar die Chancen erkennen müsse, es aber zu keiner Absenkung der Standards kommen dürfe und der Schutz der heimischen Bauern gewährleistet werden muss.

Ulrike Höfken ist auf Einladung von Bundesrat Martin Preineder, Vorsitzender des Agrarausschusses im Bundesrat, zwei Tage zu Gast in Österreich. In ihrer Funktion als Agrarausschuss-Vorsitzende im deutschen Bundesrat ist sie auch Sprecherin aller deutschen Agrar-Staatsminister. Landesrat Stephan Pernkopf wiederum ist im Moment Vorsitzender der österreichischen Agrarlandesräte.

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon 02742/9005-13322, e-mail j.maier@noel.gv.at.

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