24.11.2014 | 13:36

Landesrätin Schwarz zum morgigen „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen"

„Jede Frau, die Schutz, Hilfe und Unterstützung benötigt, bekommt diese auch rasch und unbürokratisch"

Auftakt zur Kampagne „16 Tage gegen Gewalt“: Mag. Barbara Wegscheider, Leiterin des Familien- und Beratungszentrums St. Pölten, und Familien- und Sozial-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz. (v.l.n.r.)
Auftakt zur Kampagne „16 Tage gegen Gewalt“: Mag. Barbara Wegscheider, Leiterin des Familien- und Beratungszentrums St. Pölten, und Familien- und Sozial-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Morgen, am 25. November, wird weltweit der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen" begangen. Dieser bildet den Auftakt zur jährlichen Kampagne „16 Tage gegen Gewalt", die am 10. Dezember - am Internationalen Tag der Menschenrechte - endet. Als öffentliches Zeichen und Symbol zu den Tagen gegen Gewalt hissten heute, Montag, Familien- und Sozial-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und die Leiterin des Familien- und Beratungszentrums St. Pölten, Mag. Barbara Wegscheider, vor dem Landhausschiff in St. Pölten die offizielle Fahne. Dabei betonten beide: „Jede Frau, die in unserem Land Schutz, Hilfe und Unterstützung benötigt, bekommt diese auch rasch und unbürokratisch."

„Weder Frauen noch Kinder dürfen sich in Niederösterreich allein gelassen fühlen, wenn sie Gewalt ausgesetzt sind. Neben körperlicher und sexueller Gewalt zählt auch psychische Gewalt zu den Gewaltbegriffen. Diese umfasst beispielsweise Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, Ausgrenzung, Spott, Verhöhnung, Drohungen und Einschüchterungsversuche. Gewalt beginnt bereits bei verbalen Attacken. Wir appellieren an alle Frauen: Nehmen Sie die kompetente Hilfe und die einfühlsame Beratung an, die Ihnen geboten wird, wenn Sie das Gefühl haben, alleine nicht mehr weiterzuwissen", so Schwarz und Wegscheider.

Landesrätin Schwarz weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass Niederösterreich über ein dichtes Netz an Initiativen und Institutionen für Frauen, die von Gewalt betroffen sind, verfügt. Als erste Anlaufstelle steht das NÖ Frauentelefon (0800/810 810), das im Familien- und Beratungszentrum des NÖ Hilfswerks in St. Pölten angesiedelt ist, zur Verfügung. „Das Frauentelefon ist eine anonyme, kostenlose und unverbindliche erste Anlaufstelle, die Hilfe in Problemsituationen bietet und Frauen auch ermutigt, Hilfsangebote anzunehmen. Seit Jahresbeginn gingen beim Frauentelefon rund 3.600 Anrufe ein, rund 950 Beratungsgespräche wurden geführt. Seit der Gründung des NÖ Frauentelefons im Dezember 2005 sind rund 25.000 Anrufe eingelangt, daraus resultierten rund 10.000 Beratungen. Betreut wird das Frauentelefon ausschließlich von Frauen in Person erfahrener Psychologinnen und Sozialarbeiterinnen. Beratungen gibt es auch in den Sprachen Türkisch, Tschetschenisch, Russisch und Serbokroatisch", präzisiert Wegscheider.

Folgende weitere Institutionen bieten Hilfe und Unterstützung bei Gewaltanwendung an: Das Gewaltschutzzentrum NÖ hat Beratungsstellen in St. Pölten, Wiener Neustadt, Zwettl, Amstetten sowie Waidhofen an der Thaya und bietet Beratung und Unterstützung bei Gewaltsituationen in der Familie und im sozialen Umfeld. Darüber hinaus gibt es in Niederösterreich sechs Frauenhäuser (Amstetten, St. Pölten, Mistelbach, Neunkirchen, Mödling und Wiener Neustadt) und zehn Frauenberatungsstellen mit sieben Außenstellen (Amstetten mit Außenstelle Scheibbs, Gänserndorf, Hollabrunn mit den Außenstellen Mistelbach und Stockerau, Neunkirchen mit der Außenstelle Gloggnitz, Zwettl mit den Außenstellen Gmünd, Waidhofen und Horn, Wiener Neustadt, Baden, Mödling, Krems und St. Pölten).

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, e-mail dieter.kraus@noel.gv.at.

 

 

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