13.11.2014 | 16:30

Broschüre des Naturschutzbundes gibt Tipps für Biotoppflege

Pernkopf: Ein Netzwerk engagierter Menschen setzt sich für Niederösterreichs Naturschätze ein

Der Naturschutzbund NÖ widmet sich seit einem halben Jahrhundert der Erforschung und Sicherung wertvoller Lebensräume in Niederösterreich. Nun gibt man die mannigfaltigen Erfahrungen bei der Pflege mit einem Leitfaden zur Erhaltung von Naturschutzflächen an andere weiter. Die Broschüre wurde im Rahmen des Projektes „Netzwerk Biotoppflege" erstellt, das aus Mitteln der Ländlichen Entwicklung und damit von der Europäischen Union und Land Niederösterreich finanziert wird. Bestellt werden kann die Broschüre beim Naturschutzbund Niederösterreich, Mariannengasse 32/2/16, 1090 Wien, Telefonnummer  01/402 93 94, e-mail noe@naturschutzbund.at

Viele Menschen wollen dem Rückgang der Artenvielfalt, dem Verlust schöner Landschaften in ihrer Umgebung nicht tatenlos zusehen. Biotoppflege ist eine gute Möglichkeit, selbst aktiv zum Naturschutz beizutragen. Naturschutzvereine, Gemeinden oder Einzelpersonen zeigen zunehmend Interesse an diesem Thema. Trockenrasen aber auch Feuchtwiesen müssen beweidet oder gemäht, vordringende Gebüsche zurückgeschnitten werden. Nicht immer ist es einfach, Landwirte zu finden, die diese extensive Bewirtschaftungsweise übernehmen wollen.

„Im Weinviertel und Waldviertel haben wir bereits ein Schutzgebietsnetzwerk aufgebaut, das genau diese Voraussetzungen schafft. Die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich mit ihren Regionalstellen und einer engen Anbindung an die Gemeinden ist die ideale Drehscheibe dafür", betont Landesrat Dr. Stephan Pernkopf unter Hinweis auf die laufende Erweiterung des Netzwerks.

Ein Einsatz bedarf vor allem wohlbedachter Planung und praktischer Kenntnisse. Die Tatenlust muss mit  naturkundlichem Wissen kombiniert werden, denn ein Niedermoor stellt ganz andere Ansprüche als ein Trockenrasen. Die vorliegende Broschüre zeigt auf, welcher Lebensraum welche Pflege benötigt. Allerdings ist eine naturschutzfachliche Begleitung in den meisten Fällen unumgänglich. Dabei werden die gemeinsamen Arbeiten mit Gleichgesinnten als sinnstiftend erlebt, auch wird die Freude am gemeinsamen Erfolg am Ende des Tages als Gewinn eingestuft. Die allergrößte Freude entsteht aber, wenn verschwunden geglaubte Pflanzen- und Tierarten wieder auf die Fläche zurückkehren.

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon 02742/9005-12705, e-mail j.maier@noel.gv.at.

 

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