06.11.2014 | 10:17

8.000 Huchen in Donau freigesetzt

Pernkopf: Jungtiere beleben die Donau

Unter dem Motto „Beleben wir die Donau" werden derzeit 8.000 Junghuchen von Schallemmersdorf bis zur Traisenmündung freigesetzt. Niederösterreichs Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und Landesfischermeister Karl Gravogl zeigten sich von der Aktion begeistert. „Niederösterreich ist das Naturland Nummer eins und konnte in den letzten Jahren zahlreiche Meilensteine des Natur- und Gewässerschutzes setzen. Damit ist es gelungen, für gefährdete Arten wie etwa den Huchen neue Lebensräume zu schaffen und entscheidende Beiträge für die Erhaltung dieser Arten zu leisten", so Pernkopf. 

Der aktuelle Besatz mit 8.000 Junghuchen aus zwei regionalen Zuchtanlagen wurde vom NÖ Landesfischereiverband geplant und finanziert. Landesfischermeister Karl Gravogl zog eine beeindruckende Bilanz: „Nachhaltige Fischerei und Gewässerschutz sind uns ein großes Anliegen. Alleine für das LIFE-Projekt ‚Mostviertel-Wachau‘ konnten wir aus den Mitteln der Fischerkartenabgabe 326.000 Euro beisteuern. Insbesondere Wassertiere die sensibel auf Veränderungen reagieren, wie bereits vom Aussterben bedrohte Fischarten, Krustentiere, Neunaugen, Muscheln als auch der König der Donau, der Huchen, müssen um jeden Preis geschützt werden."

Der Huchen ist heute eine der meist gefährdeten Fischarten Europas. Er kann über 140 Zentimeter lang werden und ein Gewicht von mehr als 50 Kilogramm erreichen. Durch Renaturierungsmaßnahmen wie im LIFE-Projekt „Mostviertel-Wachau" wird dem strömungsliebenden Fisch wieder Lebensraum gegeben. Das Projekt „Mostviertel-Wachau" wurde 2009 begonnen und vor kurzem abgeschlossen. Mit Projektkosten von insgesamt rund 6,7 Millionen Euro wurden Öko-Maßnahmen an Donau, Ybbs und Pielach umgesetzt. Projektträger war das Land Niederösterreich, maßgebliche Projektpartner der NÖ Landesfischereiverband und via donau.

Mit dem LIFE-Programm der  Europäischen Union konnten alleine in Niederösterreich bisher 21 herausragende Natur- und Gewässerschutzprojekte finanziert werden. In Summe wurden dafür rund 80 Millionen Euro investiert. Einen besonderen Schwerpunkt bildeten Maßnahmen an der Donau und ihren wichtigsten Nebenflüssen. Ehemalige Altarme wurden wieder an den Strom angebunden, die Mündungsbereiche von Ybbs und Pielach wurden grundlegend umgebaut und ehemals hart verbaute Uferabschnitte wurden in naturnahe, dynamische Uferzonen umgewandelt. Mit der freien Fließstrecke der Wachau und den Unterläufen von Ybbs, Melk, Pielach und Traisen entstand ein vernetzter Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten. Mit dem EU-LIFE-Projekt „Auenwildnis Wachau" ist das nächste große Vorhaben bereits in Vorbereitung.   

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon 02742/9005-13322, e-mail j.maier@noel.gv.at.

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