19.09.2014 | 13:20

Internationaler Tag des Friedens am 21. September

Schallaburg-Ausstellung als Beitrag wider dem Krieg

Anlässlich des 21. Septembers, des von der UNO ausgerufenen „Internationalen Tag des Friedens", betont die Schallaburg den bedeutenden Beitrag der aktuellen Ausstellung „Jubel & Elend. Leben mit dem Großen Krieg 1914-1918" zu einem friedlicheren Zusammenleben. Die Schau stellt ganz wesentliche Fragen zur Entstehung von Kriegen und zur Eskalation von Konflikten. In einem eigens eingerichteten Konfliktlabor können die Besucherinnen und Besucher lernen, mit Auseinandersetzungen konstruktiv umzugehen.

„1.862 Gäste der Schallaburg haben bis dato Workshops im Konfliktlabor besucht und dabei im wahrsten Sinne des Wortes richtig streiten gelernt", so Schallaburg-Geschäftsführer Kurt Farasin. „Herzstück dieses Konfliktlabors ist ein 3D-Modell der Eskalationsstufen des Konfliktforschers Friedrich Glasl. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bekommt am Ende des Workshops ein ‚kleines starkes Buch‘ als Anleitungsheft zum Umgang mit Konflikten. Das kommt sehr gut an und ist eine unverzichtbare Brücke dieses historischen Themas der Ausstellung in die unmittelbare Gegenwart der Gäste", so Farasin.

„In Schulen begegnen sich unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Einstellungen und Verhaltensweisen", erklärt Coach, Mediator und Trainer Oliver Jeschonek. „Werden diese Differenzen konstruktiv genützt, wird dadurch Kreativität, Entwicklung und Innovation gefördert. Aus diesem Grund habe ich für das Konfliktlabor auf der Schallaburg einen eigenen Peermediationsworkshop für Schulen entwickelt. Dabei erwerben Schülerinnen und Schüler anhand einer umfangreichen Ausbildung die fachliche und soziale Kompetenz, um bei Konflikten in der Klasse als Vermittlerinnen und Vermittler aufzutreten", so Jeschonek.

Das Konfliktlabor auf der Schallaburg und „Das kleine starke Buch" auf der Schallaburg wurden von Martina Affenzeller, Renate Woditschka und Konrad Zirm von „zunder zwo" unter fachlicher Beratung von Jeschonek entwickelt. Die Illustrationen im Konfliktlabor wurden von den Street-Art-Künstlern von Lumpenpack umgesetzt. Zusätzlich zu den klassischen Workshops im Konfliktlabor, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 50 Minuten streiten lernen können, bietet Jeschonek auch Workshops zur Ausbildung von Schülerinnen und Schülern zu Peermediatorinnen und -mediatoren im Rahmen des Peer-Mediations-Programmes des Bundesministeriums für Bildung und Frauen (BMBF) mit einer Dauer von zwei  Stunden und 45 Minuten bis zum Ende der Ausstellung im Konfliktlabor an.

Die Ausstellung „Jubel & Elend. Leben mit dem Großen Krieg 1914-1918" beleuchtet noch bis 9. November 2014 in beeindruckender Weise jene Mechanismen, die einen scheinbar lokalen Konflikt zu einem Weltenbrand machten und auch, warum wenige Jahre nach dem Großen Krieg ein weiterer, noch viel verheerender Krieg die Welt in Schutt und Asche legen sollte.

Nähere Informationen: Schallaburg, Mag. phil. Florian Müller, Telefon 0664/60499-652, e-mail florian.mueller@schallaburg.at, http://www.schallaburg.at/

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