24.06.2014 | 00:42

Land Niederösterreich fördert Kino- und Filmprojekte

LH Pröll: „Als Filmland profilieren und etablieren"

In ihrer heutigen Sitzung hat die Niederösterreichische Landesregierung auf Initiative von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll Kulturförderungen im Bereich des Films in der Höhe von insgesamt 762.300 Euro beschlossen. Unterstützt werden der Weiterbetrieb des Cinema Paradiso St. Pölten mit einer Subvention für die Jahre 2014 bis 2018 in der Höhe von insgesamt 312.300 Euro, die Herstellung des Kinofilms „Rotzbub - Coming of Age and Siegheilskirchen" mit einem Zuschuss in der Höhe von 180.000 Euro, die Produktion der TV-Serie „Altes Geld" mit einem Zuschuss in der Höhe von 150.000 Euro und die Herstellung des Filmes „Madame Nobel" mit einem Zuschuss in der Höhe von 120.000 Euro.

„Die Kultur ist für Niederösterreich ein Markenzeichen geworden. Wir fördern seit vielen Jahren die Herstellung von Kinofilmen, Fernsehproduktionen und Dokumentationen, und dadurch konnten wir uns als Filmland sowohl profilieren als auch etablieren", so Landeshauptmann Pröll.

Das Cinema Paradiso in St. Pölten nahm im Jahr 2002 als erstes Programmkino Niederösterreichs seinen Betrieb auf. Seither bietet es ein sehr gutes Programm und wird um einen spannenden Mix aus Kulturveranstaltungen ergänzt. Im Rahmen des erfolgreichen Mischkonzepts werden auch Live-Konzerte, Kabarett, Literatur und Junge Kunst angeboten. Durch die Gastronomie wurde zu einer Belebung des St. Pöltner Rathausplatzes beigetragen. Seine Fortsetzung fand dieses Konzept in dem 2013 eröffneten Programmkino in Baden. Durch die zentralen Koordinations-, Planungs- und Verwaltungstätigkeiten dieser beiden Kinos am Standort St. Pölten ist es möglich, die Kosten für den Betrieb beider Kinos möglichst gering zu halten.

Der Kinofilm „Rotzbub - Coming of Age and Siegheilskirchen" von Rupert Henning erzählt die Geschichte des niederösterreichischen Karikaturisten Manfred Deix und zeigt seine Kindheit und Jugend in überspitzter, karikaturenhafter Form. Als erster vollanimierte 3D-Film aus Österreich ist dieser Film ein Pionierprojekt. Manfred Deix bringt seine Figuren auf die Leinwand, die Charaktere sprechen im Dialekt, die Erzählstimme spricht im für Deix-Karikaturen typischen Reimstil.

Die TV-Serie „Altes Geld" wird an mehreren Tagen in Niederösterreich, unter anderem im Schloss Wartholz in Reichenau und in Bad Vöslau, gedreht. In acht Folgen zu je 45 Minuten erzählt der niederösterreichische Autor und Regisseur David Schalko in satirischer Weise die Geschichte der Familie Rauchensteiner, einer düsteren, zerstörten Familie, deren Partriarch Rolf Rauchensteiner von Gert Voss dargestellt wird. Auch die übrige Besetzung ist mit Sunnyi Melles, Nicholas Ofczarek, Manuel Rubey, Simon Schwarz, Robert Palfrader, Uschi Strauss, Erwin Steinhauer, Cornelius Obonya, Michael Maertens, etc. hochkarätig.

Anlässlich ihres 100. Todestages behandelt der Film „Madame Nobel" des Filmautors Rainer Berg die mitreißende Beziehungsgeschichte von Berta von Suttner und Albert Nobel, eine Beziehung, die die Welt nicht zuletzt durch die Schaffung des Nobelpreises nachhaltig prägte. Nach einer kurzen aber intensiven Begegnung in Paris haben sich die Wege der beiden Protagonisten oftmals weit voneinander getrennt, ohne jedoch die Verbundenheit und den Kontakt zueinander zu beeinträchtigen. Ihre intellektuelle Auseinandersetzung zu den Themen Krieg und Frieden gipfelte in der Gründung des weltweiten bekannten Friedensnobelpreises. Von 1885 bis 1902 verbrachte Berta von Suttner vor allem die Sommer im niederösterreichischen Harmannsdorf, wo sie neben Erzählungen und Friedensschriften 1887/89 ihren berühmten Roman „Die Waffen nieder!" verfasste.

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