19.05.2014 | 11:47

Regionale Umsetzung des Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000

LR Pernkopf: „Wertvolle Naturgebiete für künftige Generationen erhalten"

Niederösterreich ist das naturräumlich vielfältigste Bundesland Österreichs, rund ein Drittel der Landesfläche ist als Schutzgebiete ausgewiesen. Um diese zu erhalten, bedarf es der Zusammenarbeit vieler Partner. Im Rahmen eines starken Netzwerkes aus Landwirten, Landesabteilungen, Gemeinden, Vereinen, Gebietsbetreuern und vielen mehr werden entsprechende Pflegemaßnahmen umgesetzt. Um diese Aufgaben zu koordinieren und voranzutreiben wurde die Energie- und Umweltagentur NÖ bereits im Jahr 2013 vom Land Niederösterreich mit der Betreuung des „Schutzgebietsnetzwerkes Weinviertel" beauftragt. „Niederösterreich war schon immer sehr engagiert in Sachen Naturschutz - schon 1924 erließ man hierzulande das erste Naturschutzgesetz. Mit dem Schutzgebietsnetzwerk Weinviertel haben wir einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht, um wertvolle Naturgebiete auch für künftige Generationen zu erhalten", so Umwelt-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf.

Das Schutzgebietsnetzwerk Weinviertel wird von zahlreichen Partnern wie dem Weinviertel Management, dem Regionalmanagement NÖ, dem WWF und lokalen Vereinen und Experten getragen. „Eines unserer wichtigsten Ziele war es, eine Anlaufstelle für alle Anliegen und Fragen rund um den Naturschutz in der Region Weinviertel zu schaffen - das ist uns mit unserem Regionalbüro Hollabrunn bereits gelungen. Mit den regionalen Schutzgebietsnetzwerken, die wir auch weiter ausbauen werden, wollen wir dazu beitragen, die Ziele von Natura 2000 umzusetzen und die Artenvielfalt zu erhalten", so Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ. Aufgrund des Erfolges des Schutzgebietsmanagements Weinviertel wurde dieses Modell seit heuer auch auf das Waldviertel ausgedehnt.

Im Rahmen des Projekts Schutzgebietsmanagement Weinviertel erarbeiteten lokale Vereine und Experten gemeinsam den Handlungsbedarf für die March-Thaya-Auen und setzten erste Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt um. Im ersten Jahr bildete das Naturjuwel der March-Thaya-Auen, das zum Großteil auch zum europäischen Schutzgebietsnetzwerk „Natura 2000" zählt, das Schwerpunktgebiet im Weinviertel. Die grüne Lebensader ist eines der wichtigsten Durchzugs-, Rast- und Gastvogelgebiete Österreichs und auch im NÖ „Konzept zum Schutz von Lebensraum und Arten" als eines der bedeutendsten Ökosysteme ausgewiesen. Die außergewöhnlich hohe Artenvielfalt ergibt sich aus dem Zusammenspiel von trockenen und nassen Standorten innerhalb des Gebietes. Das Bild der March-Thaya-Auen ist geprägt durch unterschiedliche Lebensräume. Für Vögel sind die Auen eines der wichtigsten Brut- und Überwinterungsgebiete in Mitteleuropa. Seltene Vogelarten wie Kaiseradler, Rotmilan, Schwarzstorch oder auch der nachtaktive Wachtelkönig sind dort heimisch. Der Kormoran und verschiedene Gänsearten bevölkern die Augewässer während des saisonalen Vogelzuges.

Nähere Informationen: Energie- und Umweltagentur NÖ, Mag. (FH) Christine Penz, Telefon 02742/21919-137, e-mail christine.penz@enu.at, http://www.enu.at/.

 

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