13.05.2014 | 11:35

Egon-Schiele-Wochen in Tulln

Neuer Schiele-Weg, Expertentagung, Stadtführungen und mehr

Nach der Eröffnung des neu gestalteten Egon-Schiele-Geburtshauses im vergangenen Jahr wird der am 12. Juni 1890 im Bahnhof Tulln geborene und neben Gustav Klimt und Oskar Kokoschka bedeutendste Künstler der Wiener Moderne, auch heuer in Tulln mit neuen Attraktionen und einem reichhaltigen Programm gefeiert:

Am Freitag, 16. Mai, wird der neue Schiele-Weg mit 13 Stationen aus der Kindheit des am 30. Oktober 1918 an der „Spanischen Grippe" früh verstorbenen Ausnahmekünstlers eröffnet. Gleichzeitig bietet eine Tagung am Freitag, 16., und Samstag, 17. Mai, umfangreiche Einblicke in die kulturhistorischen Zusammenhänge um 1900. Der 16. Mai markiert zudem auch den Auftakt für ein einmonatiges Programm mit Schiele-Stadtführungen und Veranstaltungen für die ganze Familie. Und bereits seit 12. April ist der neue - von Ingo Österreicher und Mario Schmid mit Elementen aus seinen Kunstwerken gestaltete - Schiele-Garten am Gelände der „Garten Tulln" zu bewundern.

Der Egon-Schiele-Weg führt den Besucher als Themenweg durch die ganze Stadt zu 13 Stationen der Kindheit des Künstlers. Beginnend beim Geburtshaus am Hauptbahnhof, führt der Weg u. a. zur ehemaligen Volksschule Schieles und dem Familiengrab am Tullner Friedhof. Moderne Kleinkunstobjekte des Tullner Künstlers Gert Linke symbolisieren dabei einzelne Aspekte aus Schieles Kindheit, zusätzlich gibt es Informationstafeln, einen Plan und multimediale Informationen im Internet.

Mit der offiziellen Eröffnung des Schiele-Weges beginnt auch im Minoritensaal die erste Tullner Schiele-Tagung, die sich unter dem Titel „Begegnung mit Schiele" mit Aspekten aus Schieles Leben und Umfeld, seiner Familiengeschichte, mit seinen frühen künstlerischen Arbeiten im Kontext seines Hauptwerks sowie mit der Sozial-, Kindheits- und Kulturgeschichte Tullns um 1900 beschäftigt. Unter der Leitung von Mag. Carl Aigner vom Landesmuseum Niederösterreich referieren u. a. der Schiele-Spezialist Dr. Mag. Christian Bauer über den künstlerischen Übergang vom Frühwerk zum Hauptwerk, der Schiele-Forscher Dr. Johann Thomas Ambrózy über „Egon Schieles Tullner Geheimnis", die klinische Psychologin Dr. Jeanne Wolff Bernstein über frühkindliche Sozialisation und Kreativität, der Historiker Mag. Christoph Helfer über die Geschichte Tullns um 1900 sowie Ao.Univ.Prof. Dr. Mag. Nikolaus Reisinger über die Technikgeschichte der Eisenbahn. Zum Abschluss der Tagung ist eine Podiumsdiskussion vorgesehen.

Im weiteren Verlauf bieten die Schiele-Wochen unter dem Motto „Schiele erleben in Tulln" einen Monat lang Schiele-Stadtführungen, Schiele-Garten-Führungen in der „Garten Tulln", Führungen und ein eigenes Atelierprogramm im Egon-Schiele-Museum sowie am Sonntag, 15. Juni, das Abschluss-Wochenende „Egon Schiele & Du" mit Familienführungen, Kreativstationen etc. im Schiele-Museum.

Öffnungszeiten: Egon-Schiele-Geburtshaus täglich von 9 bis 20 Uhr, Egon-Schiele-Museum (bis 26. Oktober) Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr, „Garten Tulln" (bis 5. Oktober) täglich von 9 bis 18 Uhr. Nähere Informationen und das detaillierte Programm unter 02272/675 66-0, http://www.egon-schiele.eu/ und www.tulln.at/erleben.

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