08.05.2014 | 00:47

LR Androsch zur Neugestaltung der Primärversorgung in NÖ

„Vernetzung der einzelnen Disziplinen"

Über die Primärversorgung in Niederösterreich sowie die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen informierten heute, Donnerstag, der für Gesundheit zuständige Landesrat Ing. Maurice Androsch und Dr. Gerald Bachinger, NÖ Patientenanwalt im Rahmen einer Pressekonferenz im NÖ Landhaus in St. Pölten. Es sei Verantwortung der öffentlichen Hand, für ein gutes Gesundheitssystem zu sorgen und auch die Steuerung dahinter zu übernehmen, so Androsch.

Auf Bundesebene seien im Jahr 2013 der Bundeszielsteuerungsvertrag sowie die Gesundheitsreform eingeleitet worden. „Diese bietet ein breites Spektrum an Betätigung", so Androsch. Die aktuelle Gesundheitsreform bezeichnete der Landesrat als eine „Gesundheitsreform für den Patienten". Es gehe darum, dem Patienten eine optimale Versorgung zu bieten. Eines der wichtigsten Ziele der laufenden Gesundheitsreform sei, die Primärversorgung nach internationalen Vorbildern zu stärken und neu auszurichten. „Der niedergelassene Bereich gewinnt zunehmend an Bedeutung", so Androsch.

Österreich weise international eine vergleichbar sehr hohe Krankenhausfähigkeit und eine eher schwach ausgeprägte Primärversorgung aus. Laut einer aktuellen Umfrage sei das Vertrauen in die Hausärzte und die Primärversorgung aber sehr groß. Niederösterreich habe derzeit 773 Allgemeinmediziner mit einem Kassenvertrag, 730 Wahlärzte für Allgemeinmedizin und 3.500 Fachärzte. Gerade die primäre Versorgung sei „eine wichtige Säule des Gesundheitssystems", so Androsch. In Zukunft werde das Angebot aber breiter sein müssen, und es müsse auch „eine Vernetzung der einzelnen Disziplinen geben". Die Zusammenarbeit solle künftig mehr über den niedergelassenen Bereich gesteuert werden.

Patientenanwalt Bachinger bezeichnete die Gesundheitsreform als „facettenreiches Thema". Er sei „sehr optimistisch" betreffend dieser, da es einen „Schulterschuss zwischen Bund, Ländern, Gemeinden und Verband" gebe. „Wir haben eine sehr gute und tragfähige Ausgangsbasis", so Bachinger. Dabei nannte er die hohe Zufriedenheit in der Bevölkerung, das hohe Engagement der Hausärzte, Erfahrungen aus Einzelprojekten und den neuen Schwung durch die aktuelle von allen Systemplayern getragene Gesundheitsreform. Laut einer Oekonsult-Umfrage würden 69 Prozent der Befragten auch nachts oder am Wochenende lieber zum praktischen Arzt als in die Spitalsambulanz gehen. Mit den Öffnungszeiten des Hausarztes sind an Werktagen 37 Prozent und an Wochenenden/Feiertagen 42 Prozent unzufrieden.

Nähere Informationen: Büro LR Androsch, Mag. Anton Heinzl, Telefon 02742/9005- 12576, e-mail anton.heinzl@noel.gv.at.

RÜCKFRAGEHINWEIS

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion - Pressedienst
Anita Quixtner, BA Tel: 0 27 42/90 05 -12 16 3
Fax: 0 27 42/90 05-13 55 0
E-Mail: presse@noel.gv.at
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten
© 2017 Amt der NÖ Landesregierung