07.05.2014 | 00:24

Donauradweg feiert 30-Jahr-Jubiläum

LR Bohuslav: „Eine Erfolgsgeschichte"

Besichtigten den Donauradweg: Mag. Bernhard Schröder, Geschäftsführer Donau Niederösterreich, Prof. Christoph Madl, MAS, Geschäftsführer der Niederösterreich-Werbung, Tourismus-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, Paul Pollak, Erfinder des Donauradweges, und ecoplus-Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki. (v.l.n.r.)
Besichtigten den Donauradweg: Mag. Bernhard Schröder, Geschäftsführer Donau Niederösterreich, Prof. Christoph Madl, MAS, Geschäftsführer der Niederösterreich-Werbung, Tourismus-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, Paul Pollak, Erfinder des Donauradweges, und ecoplus-Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

„30 Jahre Donauradweg sind eine Erfolgsgeschichte", so Tourismus- und Wirtschafts-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, heute, Mittwoch, im Rahmen einer Pressekonferenz zum 30-Jahr-Jubiläum des Donauradweges in der Kunsthalle Krems. „Eine unglaubliche Vielfalt an Strecken macht uns zum Radland Nummer eins", so Bohuslav. Niederösterreich habe über 4.200 Kilometer an Radwegenetz - für Mountainbiker wie für Genussradler. Als „Land der Genießer" habe man im Radtourismus in Niederösterreich die „Genussradler" als Zielgruppe definiert. In Niederösterreich sei „ein sehr entspanntes Radfahren" möglich.

Besonders Wert gelegt werde in Niederösterreich auf die Qualität, nicht nur in den Betrieben entlang der Radrouten, sondern auch der Radrouten selbst, so Bohuslav. „Für die Optimierung der Strecken haben wir für 2014 1,2 Millionen Euro beschlossen", so die Landesrätin. Insgesamt seien in den letzten 30 Jahren 28 Millionen Euro in den Donauradweg investiert worden. 22,5 Millionen Euro stammen aus Fördermitteln, davon 15,2 Millionen Euro aus der ecoplus-Regionalförderung, 4,7 Millionen Euro von der Straßenbauabteilung (WST3) und zusätzlich 2,6 Millionen Euro aus EU-Mitteln. „Der Donauradweg zählt zu den Top drei Förderprojekten von ecoplus", so ecoplus-Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki.

Den Förderungen gegenüber stehe ein jährlicher Bruttoumsatz von zehn Millionen Euro. „Für 80 Prozent davon sind die Übernachtungsgäste verantwortlich", so Bohuslav. Das sei eine „unglaubliche Wertschöpfung", die in der Wachau bleibe. Man wolle den Radtourismus daher auch als „Nächtigungsmotor" nutzen. Im Zuge dessen berichtete die Landesrätin von den „bett+bike-Betrieben", von denen den Gästen rund 50 an der Zahl am Donau- und Traisentalradweg zur Verfügung stehen. Diese mit dem „bett-bike-Gütesiegel" ausgezeichneten Betriebe heißen die Radurlauber auch für nur eine Nacht willkommen, bieten sichere Aufbewahrungsplätze für die Fahrräder, eine Trockenmöglichkeit für Kleidung und Ausrüstung und servieren reichhaltiges Frühstück.

„30 Jahre Donauradweg haben damals begonnen mit einer Wegverbreiterung und einer neuen Beschilderung", so Bohuslav. Heute nutzen 630.000 Fahrradfahrer den Donauradweg jährlich, davon fahren 250.000 in der Wachau. Im Vergleich: Jährlich nutzen 100.000 Radfahrer den Thermenradweg zwischen Wien und Baden. Die Zahlen könne man deshalb so genau nennen, weil Niederösterreich als erstes Bundesland mit einer Frequenzmessung am Donauradweg begonnen habe. Zusätzlich gebe es laufende Befragungen, um die Strecke verbessern zu können.

Als „wichtigen Tourismusfaktor" für die Wachau bezeichnete Mag. Bernhard Schröder, Geschäftsführer Donau Niederösterreich, den Donauradweg. „Zehn Prozent der Auslastung der Betriebe kommen aus dem Radgeschäft. Das zeigt, wie wichtig der Donauradweg für die Auslastung, die Wirtschaft und die Region ist", so Schröder. Laut ADFC-Studie (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) gelte der Donauradweg als beliebtester ausländischer Radweg und sei zudem mit vier Sternen ausgezeichnet worden. Ein Drittel der Gäste des Donauradweges komme aus Deutschland, ein Drittel aus Österreich und knapp 25 Prozent aus den Niederlanden. „Wir bieten eine einzigartige Kombination von Kultur, Kulinarik und Wein", so Schröder.

Prof. Christoph Madl, MAS, Geschäftsführer der Niederösterreich-Werbung, ergänzte „drei Besonderheiten" des Radtourismus in Niederösterreich. „Ein sehr erfolgreiches System ist das Verleihsystem ‚nextbike\'", so Madl. Dieses werde seit dem Jahr 2009 laufend ausgeweitet und verbessert und erfreue sich einer großen Nachfrage. Ein Drittel der Verleihstationen seien an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen. Auch das E-Bike-Angebot, das seine Anfänge in der Wachau genommen habe, werde nach wie vor gerne angenommen. Als letzte wichtige Facette nannte Madl die Initiative „Radeln für Kids". Damit sollen Familien mit Kindern angeregt werden, das Radland Niederösterreich zu erfahren. Im Folder „Radeln für Kids in Niederösterreich" werden Strecken aufgelistet, die für Familien empfohlen werden.

„Es freut mich, dass so eine simple Idee so einen großen Erfolg gehabt hat", so Paul Pollak, Erfinder und Urheber des Donauradweges. Er habe damals eine Möglichkeit gesucht, eine mehrtägige Radtour mit seinem zehnjährigen Sohn zu machen. Dafür suchte er eine Strecke, auf der es viel zu sehen gibt, die simpel zu fahren ist und die für Kinder abwechslungsreich ist. „Wir sind in Passau gestartet, zum Teil auf Feldwegen und Bundesstraßen immer möglichst nah an der Donau", so Pollak. Dabei habe er gemerkt, dass die Treppelwege „wunderbar asphaltiert", aber abgesperrt waren, von den Einheimischen aber durchaus befahren wurden. „Ich habe sofort erkannt, wenn man all diese Wege und Treppelwege miteinander verbindet, müsste das ein wunderbarer Fernradweg sein", so Pollak. „Das Ganze hat sich dann zu einem Selbstläufer entwickelt. Es ist einfach gefahren worden", so Pollak. E-Bikes sieht der begeisterte Radler als „große Chance", diese würden den Trend für den Radtourismus noch verstärken.

Nähre Informationen: Büro LR Bohuslav, Mag. Lukas Reutterer, Telefon 02742/9005-12026, e-mail lukas.reutterer@noel.gv.at oder Donau NÖ Tourismus GmbH, Mag. Jutta Mucha-Zachar, Telefon 02713/300 60 24, e-mail jutta.mucha-zachar@donau.com oder Niederösterreich-Werbung, Marian Hiller, Telefon 02742/9000-19844, e-mail marian.hiller@noe.co.at, http://www.niederoesterreich.at/, http://www.donau.com/.

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