01.04.2014 | 00:15

„woman network"-Veranstaltung mit dem Titel „Zukunftschance Vereinbarkeit"

LR Schwarz/BM Karmasin: Chance für Gesellschaft und Wirtschaft

„Zukunftschance Vereinbarkeit" war das Thema der diesjährigen „women network"-Veranstaltung im Regierungsviertel in St. Pölten, bei der sich wieder rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Wirtschaft austauschen konnten. „Gelebte Vereinbarkeit - ein Gewinn für alle" war der Titel des Impulsreferates von Mag. Dr. Erich Lehner, und dieses Thema wurde von verschiedenen Aspekten in der folgenden Talkrunde mit Familienministerin MMag. Dr. Sophie Karmasin, Familien- und Sozial-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz, WKNÖ-Präsidentin BR KommR Sonja Zwazl und Unternehmerin Irene Wedl-Kogler diskutiert und vertieft.

„Wir müssen Frauen Mut machen, ihren Beruf- und Lebensweg so zu planen, wie er ihren Vorstellungen entspricht. Das ist nicht immer einfach, vor allem wenn Frauen beides wollen, Familie und Karriere. Gegenseitige Motivation wie z.B. im Rahmen von Netzwerktreffen oder in Mentoringprogrammen sind daher genauso wichtig, wie ein Umdenken in unserem Rollenverständnis," so Familien- und Sozial-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz. „Mir ist es wichtig, dass Frauen in der Politik, in der Wirtschaft wie auch in allen anderen Bereichen aktiv ihren Anspruch auf Mitsprache und Mitgestaltung wahrnehmen."

„Österreich muss familienfreundlicher werden", so Familienministerin MMag. Dr. Sophie Karmasin. Deswegen sei sie froh, dass sich bewusst immer mehr Arbeitgeber in Österreich mit Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf befassen. „Über 330 Unternehmen, Hochschulen und Universitäten sowie Gesundheits- und Pflegeinstitutionen haben bereits an einem der vom Familienministerium geförderten Audits zur Gestaltung einer familienfreundlicheren Arbeitswelt teilgenommen. Somit profitieren schon rund 200.000 Beschäftigte und über 135.000 Studierende von den familienfreundlichen Maßnahmen", so Karmasin.

„Egal, ob als Unternehmer oder Angestellte: Eltern brauchen Unterstützung", betonte WKNÖ-Präsidentin BR KommR Sonja Zwazl. „Deshalb haben wir vor mittlerweile 20 Jahren die Betriebshilfe initiiert, die Unternehmerinnen acht Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt kostenlos eine 40-Stunden-Kraft zur Verfügung stellt", so Zwazl. Zusätzlich wurde im WIFI ein Kindergarten eingerichtet, damit die Eltern in Ruhe  ein WIFI-Seminar besuchen können.

Für eine erfolgreiche Vereinbarkeit von Familie und Beruf braucht es auch genügend Kinderbetreuungsangebote. „Deswegen nehmen wir in den kommenden Jahren 350 Millionen Euro in die Hand um die Kinderbetreuung in Österreich massiv auszubauen. Das ist die größte Ausbauoffensive bei der Kinderbetreuung, die es je gegeben hat. Die Familien brauchen Wahlfreiheit und Individualität. Deswegen denke ich auch nicht immer nur an institutionelle Einrichtungen, sondern auch an individuelle Lösungen und Tageselternschaften", so Karmasin.

Grundsätzlich wirken sich familienfreundliche Maßnahmen im Unternehmen positiv auf das Betriebsklima und die Arbeitsleistung aus, waren sich alle Anwesenden einig. Familienfreundliche Maßnahmen bringen nicht nur den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern dem  ganzem Unternehmen Vorteile. Denn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich voll auf die Arbeit konzentrieren können, weil sie bei der Familien-Logistik vom Betrieb unterstützt werden, sind zufriedener, besser motiviert und effizienter - eine zentrale Basis für wirtschaftlichen Erfolg. Familienfreundliche Betriebe finden sich in einer Win-Win-Situation: die Balance von Berufs- und Familienwelt stärkt das Unternehmen und die Beschäftigten.

Vor diesem Hintergrund haben das Land Niederösterreich und die Wirtschaftskammer NÖ 2011 die „Charta zur neuen Vereinbarkeit Eltern - Wirtschaft" entwickelt. Unterzeichnende bekennen sich darin zu einer Unternehmenskultur, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördert und eine elternorientierte Personalpolitik verfolgt. Bis März 2014 sind 89 Unternehmen in NÖ beigetreten und haben so die Chance genutzt, sich als zukunftsorientierter Betrieb auf der Website http://www.elternwirtschaft.at/  zu präsentieren.

Nähere Informationen: Amt der NÖ Landesregierung, Frauenreferat, Leiterin Maria Rigler, Telefon 02742/9005-13309, e-mail post.f3frauenreferat@noel.gv.at, www.noe.gv.at/frauen.

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