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24.03.2014 | 10:16

Vorsorgepreis wurde zum 5. Mal vergeben

LH Pröll: „Initiativen mit Vorbildwirkung"

Verleihung des Vorsorgepreises 2014: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Leichtathletin Beate Schrott, Moderatorin Dr. Vera Russwurm und Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka. (v.l.n.r.)
Verleihung des Vorsorgepreises 2014: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Leichtathletin Beate Schrott, Moderatorin Dr. Vera Russwurm und Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Im Auditorium Grafenegg nahm Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am heutigen Sonntag die Überreichung des „Vorsorgepreises 2014" vor. Initiiert wurde der österreichische Preis, um herausragende Projekte der Gesundheitsvorsorge zu würdigen und ein Bewusstsein für die Gesundheitsvorsorge in der Bevölkerung zu schaffen. Heuer wurde er bereits zum fünften Mal vergeben. „Mit dieser Auszeichnung sind wir auf dem richtigen Weg, denn Initiativen mit Vorbildwirkung müssen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geholt und gewürdigt werden", so der Landeshauptmann.

„Das Bewusstsein ist ein anderes geworden", so Pröll im Gespräch mit Moderatorin Dr. Vera Russwurm. Gerade im Hinblick auf die Bewegung von Kindern und Jugendlichen müsse es wieder zu einem Umdenken kommen. „Nur wenn Bewegung in der Kindheit eingepflanzt wird, führt das dazu, dass sie sich im späteren Leben weiter pflanzt. Es gibt unzählige Einstiegsmöglichkeiten, es muss nur dort und da einen Ansporn geben", so der Landeshauptmann.

Pröll dankte Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka den Vorsorgepreis „mit diesem Weitblick in der Gesundheitspolitik" initiiert zu haben. Österreichweit sei der Preis deshalb ausgeschrieben worden, „weil er grenzüberschreitend Bedeutung hat", so der Landeshauptmann.

„Dass österreichweit die Leute heute hierher kommen, das macht uns stolz, dass dieser Preis einen Wert hat", so Sobotka. Zudem sei es auch wichtig, das Thema medial zu transportieren. „Mit dem Vorsorgepreis holen wir die kreativsten, nachhaltigsten und innovativsten Vorsorgeprojekte vor den Vorhang. Wir wollen Anstöße geben und weiter entwickeln", so der Landeshauptmann-Stellvertreter.

Unter den 27 nominierten Finalisten wurden heute neun Siegerprojekte in fünf Kategorien gekürt. Die Preise sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert. Zudem bekamen die Sieger eine Trophäe in Form einer Skulptur der griechischen Gesundheitsgöttin Hygieia, gestaltet von Künstler Uwe Hauenfels, von Landeshauptmann Pröll überreicht. Ausgewählt wurden die Sieger von einer hochkarätigen Jury, der insgesamt zehn Jurorinnen und Juroren aus den Bereichen Medizin, Bewegung, Ernährung und Psychotherapie angehörten: Dr. Andrea Dungl-Zauner, Dr. Gabriele Freynhofer, Univ. Prof. Dr. Gerald Gartlehner, MPH, Dr. Johann Jäger, Mag. Christa Peinhaupt, MBA, Univ. Prof. Dr. Rotraud A. Perner, Dr. Johannes Püspök, Univ. Prof. Dr. Anita Rieder, Mag. Hanni Rützler und Dr. Werner Schwarz.

In der Kategorie „Gemeinden und Städte" gingen als „Gewinner Österreich" „PGA - Verein für prophylaktische Gesundheitsarbeit" und die Stadt Bad Ischl (Oberösterreich) hervor. Die „Ischler Gesundheitswerkstatt" unterstützt Menschen in herausfordernden Lebenslagen, beispielsweise Alleinerziehende oder Langzeitarbeitslose, für sich gesundheitsförderliche Lebensverhältnisse zu gestalten. Niederösterreichweit ging der Sieg an Leader Region Weinviertel Ost und „ck gesundheitsmanagement" im Weinviertel mit dem Projekt „Rundum Gsund im Weinviertel". Durch die Fokussierung auf Aspekte der seelischen und sozialen Gesundheit, die besonders durch Vernetzung und Partizipation gefördert wurden, konnte mit dem Gesundheitsförderungsprojekt ein Beitrag zur Lebensqualität sowie zum Regionsbewusstsein geleistet werden.

In der Kategorie „Betriebe" ging österreichweit das Projekt „Herzblut" vom Trumer Leistungsdiagnostik und Romantikhotel Gmachl in Elixhausen (Salzburg) als Sieger hervor. Das zweijährige Projekt zielt darauf ab, nachhaltige und positive Impulse zur Gesundheitsförderung für 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu setzen. Niederösterreichweit wurde das Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs mit dem Projekt „Xund und fit" als Sieger gekürt. Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung können die rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter laufend Angebote in Anspruch nehmen wie Kochkurse, Kardio Fit-Trainings oder Entspannungskurse.

In der Kategorie „Bildungseinrichtungen" holten sich österreichweit die HLW und das Gymnasium Sacré Coeur Riedenburg in Bregenz (Vorarlberg) den Sieg. Das Gesundheitsförderungskonzept „Xunde Riedenbörger" verfolgt einen partizipativen Ansatz: Gemeinsam lernen statt lehren, Methodenvielfalt, Individualisierung und Kreativität werden großgeschrieben, um die Schülerinnen und Schüler zu begeistern. „Gewinner Niederösterreich" wurde das Bundesgymnasium Zehnergasse in Wiener Neustadt mit dem Projekt „Vital4Brain - Bewusst bewegen, besser lernen". Täglich werden in den Klassen Vital4Brain-Bewegungsübungen eingebaut und dreimal wöchentlich eine sechs- bis zwölfminütige Vital4Brain-Einheit durchgeführt.

In der Kategorie „Private Initiativen" ging der österreichweite Sieg an „login - Verein zur sozialen Integration und Gesundheitsförderung" in Wien. Das Projekt „loginclusion - Gesundheitsförderung bei Armut und sozialer Ausgrenzung" unterstützt Menschen, die von Arbeitslosigkeit, Isolation und Armut betroffen sind, bei der Integration in gesunde Netzwerke und hilft persönliche Potentiale wiederzuentdecken. „Gewinner Niederösterreich" wurde Christian Eckel aus Amstetten mit dem Projekt „Die Durchtrainierer - soziale Laufplattform". Ziel der Durchtrainierer ist es, neue soziale Kontakte zu knüpfen und den allgemeinen Gesundheitszustand zu verbessern.

Der Sonderpreis der Jury ging an das Projekt Eltern-Kind-Modell Korneuburg von DKKS Grete Melzer in Zusammenarbeit mit DDr. Ferdinand Sator. Zielgruppe dieses vorsorgeorientierten Familienbetreuungssystems sind Familien mit Kindern bis 14 Jahren bei Erkrankung eines Kindes, nach Übermittlung durch das Krankenhaus oder des Kinderarztes. Der besondere Wert liegt in einer frühen, kostenlosen Hilfestellung für Eltern, einem frühen Erfassen sozialer und medizinischer Auffälligkeiten sowie Unterstützung der Familien beim Nutzen der eigenen Ressourcen.

Nähere Informationen: BgA „Gesundes Niederösterreich", NÖ Gesundheits- und Sozialfonds, Abt. Gesundheitsvorsorge „Tut gut!", Andreas Steiner, BA, Telefon 02742/9011-14200, e-mail andreas.steiner@noetutgut.at, http://www.noetutgut.at/ oder e & k public realtions gmbH, Gabriel Hess, BA, Telefon 0664/213 62 65, e-mail g.hess@ekpr.at, http://www.vorsorgepreis.at/.

 

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