14.03.2014 | 11:47

Evaluierung zur NÖ Mittelschule präsentiert

Schwarz: Diese neue Schulform befindet sich auf einem guten Weg

Stand der Evaluation der neuen Mittelschule: Prof. Dr. Stefan Hopmann und Landesrätin Mag. Barbara Schwarz präsentierten die Ergebnisse.
Stand der Evaluation der neuen Mittelschule: Prof. Dr. Stefan Hopmann und Landesrätin Mag. Barbara Schwarz präsentierten die Ergebnisse.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Das Bundesland Niederösterreich lässt die NÖ Mittelschule durch ein professionelles Team von Bildungsexperten begleiten und evaluieren. Im Rahmen einer Pressekonferenz gingen Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und Univ. Prof. Dr. Stefan Hopmann am heutigen Freitag in Wien auf die wichtigsten Ergebnisse ein. Insgesamt wurden bisher mehr als 25.000 Schülerinnen und Schüler, 3.000 Eltern und rund 1.150 Lehrkräfte an fast allen Schulstandorten Niederösterreich befragt.

„Wir haben in Niederösterreich als einziges Bundesland den Weg gewählt, die Entwicklung der Neuen Mittelschule zu evaluieren. In Niederösterreich hatten wir 257 Hauptschulen, die mit Ende des heurigen Schuljahres alle in Neue Mittelschulen umgewandelt sind", meinte die Landesrätin eingangs. Der Einsatz von Professoren aus dem AHS-Bereich in der Neuen Mittelschule sei beispielsweise eine Neuerung. „Die Neue Mittelschule ist eine neue Schulform, die sich etablieren muss und bei der der Umgang mit neuen Unterrichtsformen von Lehrern und Schülern erst gelernt wird", informierte Schwarz.

Die Hauptschule habe jährlich 6.600 Euro pro Kind gekostet, die Neue Mittelschule koste 7.200 Euro pro Kind, während die AHS mit 4.700 Euro pro Kind und Jahr auskomme, so die Landesrätin. „Schüler in einer Neuen Mittelschule im städtischen Bereich brauchen mehr Begleitung und mehr Differenzierung im Unterricht. Die dadurch entstehenden höheren Kosten sind nicht zu kritisieren, aber das Geld soll so eingesetzt werden, dass man auch Erfolge erzielt", meinte Schwarz. Es gebe viele Beispiele in Niederösterreich, wo die Neue Mittelschule sehr gut funktioniere. Dazu brauche es engagierte Lehrerinnen und Lehrer sowie eine gestärkte Autonomie der Schulen. „Es muss auch möglich sein, das ganz starre Teamteaching  zu durchbrechen und eine Klasse für die eine oder andere Unterrichtsstunde zu teilen, Arbeitsgruppen zu bilden oder Themenwochen und Themenmonate zu gestalten", stellte die Landesrätin fest.

Prof. Hopmann führte aus: „Wir verfolgen die Kinder in ihrer Entwicklung vom Ende der Volksschule bis zum Ende der Neuen Mittelschule und darüber hinaus. Wir fragen uns, was man in der Schule zum Positiven verändern kann, um den Kindern zu helfen. In einer Klasse mit 25 Kindern gibt es verschiedenste Sprachen, Kulturen und Familienstrukturen. Nicht alle Lehrer sind auf die Vielfalt und Verschiedenartigkeit im Klassenzimmer vorbereitet. Vor allem Schüler mit Migrationshintergrund profitieren durch das Teamteaching, weil sie zusätzliche Erklärungen bekommen und ihnen von der zweiten Lehrkraft geholfen wird, wenn sie nicht weiter wissen."

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Marion Gabler-Söllner, Telefon 02742/9005-12655, e-mail marion.gabler-soellner@noel.gv.at.

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