12.03.2014 | 11:05

LR Androsch zur Tuberkulosebekämpfung in Niederösterreich

„Niederösterreich hat die Tuberkulose im Griff"

Nachdem zuletzt ein entsprechender Fall in Mistelbach für einiges Aufsehen gesorgt hatte, informierte Landesrat Ing. Maurice Androsch heute gemeinsam mit dem Lungenfacharzt Dr. Thomas Hirtl von der Abteilung NÖ Umwelthygiene beim Amt der NÖ Landesregierung in St. Pölten über die Tuberkulosebekämpfung in Niederösterreich.

„Die Tuberkulose hängt im allgemeinen mit dem sozialen Umfeld zusammen, sie ist eine Krankheit der Armut", betonte dabei der Landesrat. 2012 seien weltweit 5,7 Millionen Tuberkulose-Neuerkrankungen gemeldet worden, die Schätzungen beliefen sich aber auf rund 8,6 Millionen Menschen, davon 530.000 Kinder unter 15 Jahren (das sind 6 Prozent). Infiziert mit dem Tuberkulose-Erreger und damit Träger der Krankheit seien allerdings weltweit 2,3 Milliarden Menschen, von denen 5 bis 10 Prozent im Lauf ihres Lebens erkranken.

In Europa zeige sich ein deutliches West-Ost-Gefälle, so Androsch weiter. Zu den sogenannten Hochendemiegebieten mit mehr als 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner zählen demnach Länder wie Bosnien-Herzegowina, Serbien, Rumänien, Russland etc. In Österreich seien hingegen 2012 acht Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner gemeldet worden, insgesamt 648 Fälle.

Für Niederösterreich stellte der Landesrat die Situation wie folgt dar: „2013 erkrankten in unserem Bundesland 120 Personen an Tuberkulose, das sind 7,4 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner. 82 Personen erkrankten an „offener", also ansteckender Tuberkulose der Lungen, 27 Personen an „geschlossener" und somit nicht-ansteckender Tuberkulose der Lungen sowie elf Personen an einer Tuberkulose eines anderen Organs. Unter diesen 120 Neuerkrankungen waren zwei Kinder bis neun Jahre (1,7 Prozent) bzw. elf Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre (9,2 Prozent)".

„Diese 120 Fälle zeigen, dass Niederösterreich dank seines guten Gesundheitssystems die Tuberkulose im Griff hat und die richtigen Maßnahmen setzt", unterstrich Androsch. Im Vorjahr habe es insgesamt 13.169 einschlägige Röntgenuntersuchungen gegeben, 85,8 Prozent davon auf gesetzlicher Basis in Form von Umgebungs- oder Reihenuntersuchungen. Als Schwerpunkte im laufenden Jahr nannte der Landesrat abschließend Schulungen im Sinne einer weiteren Sensibilisierung für Spitalsärzte und Sozialarbeiter, eine Vereinheitlichung des Meldesystems, entsprechende Einstellungsuntersuchungen in den NÖ Landeskliniken u. a.

Nähere Informationen beim Büro LR Androsch unter 02742/9005-12576, Mag. Anton Heinzl, e-mail anton.heinzl@noel.gv.at.

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