18.10.2013 | 10:56

Trauersitzung für Ferdinand Reiter im NÖ Landhaus

Landtagspräsident Penz: Seine Arbeit im Landtag war geprägt von seiner Persönlichkeit

Im Landtagssaal in St. Pölten fand heute, Freitag, 18. Oktober, eine Trauersitzung für Landtagspräsident a. D. Ferdinand Reiter statt. Ferdinand Reiter ist am 7. Oktober im 88. Lebensjahr verstorben.

In seiner Trauerrede würdigte Landtagspräsident Hans Penz das jahrzehntelange kommunal- und landespolitische Engagement des Verstorbenen. „Seine Arbeit und sein Wirken waren geprägt von seiner Persönlichkeit: Heimatverbunden, klug, gerecht und vorausschauend setzte er sich für die Ziele ein, die er als richtig erkannt hatte", so Penz. Ferdinand Reiter habe als Politiker stabile Fundamente mitgetragen, auf die Niederösterreich aufbauen und weiterbauen konnte. Als beispielgebende Initiativen nannte der Landtagspräsident eine zeitgemäße Jugendförderung, die Schaffung einer Familieninteressenvertretung und die Einführung einer weisungsfreien Umweltanwaltschaft sowie die Kommunalstrukturreform und die Reform der parlamentarischen Geschäftsordnung. In seine Präsidentschaft fällt auch der historische Beschluss zur Schaffung einer eigenen niederösterreichischen Landeshauptstadt. Penz: „Sein Wirken war stets auch von großer Fairness und Weitsicht und von großer Konsensbereitschaft geprägt." Auch seine Ausstrahlung, seine Überzeugungskraft und sein sicheres Gefühl für Stil und Würde hätten Ferdinand Reiter über die Maßen ausgezeichnet.

Ferdinand Reiter gehörte dem NÖ Landtag 25 Jahre an, davon 17 Jahre als Dritter Präsident (von 1964 bis 1981) und sieben Jahre als Landtagspräsident (von 1981 bis 1988). 25 Jahre war er auch Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Zistersdorf (von 1960 bis 1985) und 16 Jahre Präsident des Österreichischen Gemeindebundes (von 1971 bis 1987).

An der Trauersitzung nahmen Mitglieder der Landesregierung mit Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll an Spitze, zahlreiche Abgeordnete und ehemalige Mandatare ebenso teil wie viele weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und kirchliche Würdenträger.

Das Requiem für Ferdinand Reiter findet am heutigen Freitag, 18. Oktober, um 13 Uhr in der Dr. Karl Lueger-Gedächtniskirche auf dem Wiener Zentralfriedhof statt. Anschließend erfolgt die Beisetzung im Familiengrab.

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