25.02.2013 | 15:11

Pilotprojekt „Schutzgebietsnetzwerk Weinviertel" gestartet

Pernkopf: Lebensräume für die nächsten Generationen bewahren

Niederösterreich ist nicht nur das größte, sondern auch das naturräumlich vielfältigste Bundesland Österreichs. Mehr als 30 Prozent der Landesfläche sind aufgrund ihrer  ökologischen Bedeutung als Schutzgebiet ausgewiesen. Die wertvollen Naturräume gilt es für künftige Generationen zu erhalten, dafür bedarf es nach der Ausweisung als Schutzgebiet eines kontinuierlichen Managements. Ziel eines Pilotprojektes im Weinviertel ist es nun, die damit verbundenen Aufgaben und Leistungen perfekt abzustimmen, zu koordinieren und ein nachhaltiges Naturraummanagement aufzubauen.

Umwelt-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf ist von der Wichtigkeit überzeugt und meinte kürzlich: „Niederösterreich war schon immer Musterland, was den Naturschutz betrifft, schon im Jahr 1924 erließ der NÖ Landtag das erste Naturschutzgesetz. Mit dem Pilotprojekt ‚Schutzgebietsnetzwerk Weinviertel‘ machen wir einen weiteren wichtigen Schritt in die richtige Richtung und bewahren unsere wertvolle Natur für die nächsten Generationen."

Die schützenswerten Flächen haben sehr unterschiedliche Ausgangsbedingungen: Trockenrasen müssen regelmäßig aufwändig per Hand gemäht, Feuchtgebiete vor Drainagierung geschützt werden. Für die Pflegearbeiten und das Know-how zum Schutz der Einzigartigkeit der Naturräume sind zahlreiche Landwirte, Gemeinden und Gebietsbetreuer zuständig.

Niederösterreich verfügt über eine Vielzahl von Schutzgebieten: 68 Naturschutzgebiete, 36 Europaschutzgebiete, ein Wildnisgebiet, einen Biosphärenpark, zwei Nationalparks, zwei Ramsar Gebiete, 23 Naturparke, 1.612 Naturdenkmäler (davon 742 Einzelbäume und 340 Baumgruppen) sowie 29 Landschaftsschutzgebiete. Im Rahmen der Initiative „Naturland Niederösterreich" wird erstmals, unter Projektleitung der Energie- und Umweltagentur NÖ, ein Schutzgebietsnetzwerk aufgebaut. Partner im Projekt sind das Weinviertel Management, das Regionalmanagement Niederösterreich, der WWF sowie lokale Vereine und Experten. Neben der Schaffung einer Anlaufstelle für alle Fragen rund um den Naturschutz in der Region und dem Netzwerkaufbau ist vor allem die Umsetzung von Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen in den Schutzgebieten ein wichtiger Teil des Projekts. Mag. Gerhard Egger, vom WWF Österreich meint: „Damit ist der wichtige Schritt für den Aufbau einer Gebietsbetreuung der March-Thaya-Auen getan."

Die erste Schwerpunktregion sind die March-Thaya-Auen, ein Lebensraum, der auch im „Konzept zum Schutz von Lebensraum und Arten" als einer der wichtigsten niederösterreichischen Lebensräume ausgewiesen wird. Im Grenzbereich zur Tschechischen Republik und zur Slowakei gelegen, sind die March-Thaya-Auen eine der größten zusammenhängenden Aulandschaften Mitteleuropas. Die grüne Lebensader ist eines der wichtigsten Durchzugs-, Rast- und Gastvogelgebiete Österreichs.

„Ziel von Naturland Niederösterreich ist es, Bewusstsein für den Wert und die Vielfalt der niederösterreichischen Naturräume zu schaffen und gemeinsam Maßnahmen zu setzen, um die Artenvielfalt im Bundesland zu erhalten. Das Pilotprojekt im Weinviertel kann sehr viel zum Schutz von Lebensräumen beitragen", betont Mag. Maria Lackner, Leiterin der Initiative „Naturland".

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, Telefon 02742/9005-15473, Mag. Markus Habermann, e-mail markus.habermann@noel.gv.at, bzw. NÖ Energie- und Umweltagentur, DI Astrid Huber, Telefon 0676/83 68 82 11 oder e-mail astrid.huber@enu.at, http://www.enu.at/.

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