23.01.2013 | 00:35

„Europa & Wir. Dialog der Generationen" im Festspielhaus St. Pölten

LH Pröll: Generationsübergreifende Verständigung

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und Dr. Hugo Portisch bei der Abschlussveranstaltung \"Europa & Wir. Dialog der Generationen\" im Festspielhaus St. Pölten.
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und Dr. Hugo Portisch bei der Abschlussveranstaltung \"Europa & Wir. Dialog der Generationen\" im Festspielhaus St. Pölten.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

„Weil Menschen am besten aus dem Mund anderer Menschen lernten, die ihre persönlichen Erlebnisse weitergeben, habe man im Vorjahr die Reihe „Europa & Wir. Dialog der Generationen" ins Leben gerufen, die in allen Landesvierteln rund 3.000 ältere und jüngere Menschen erreicht habe", sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute, Mittwoch, 23. Jänner, im Zuge der Abschlussveranstaltung von „Europa & Wir. Dialog der Generationen" im Festspielhaus St. Pölten. „Nur wer um die Geschichte weiß, kann aus ihr Lehren ziehen und dazu beitragen, dass sich ihre negativen Ausprägungen nicht auch in die Zukunft auswirken", betonte Pröll und kündigte an, den „Dialog der Generationen" fortführen zu wollen.

„Der Prozess, der Jugend die Augen für Wichtiges, Notwendiges, aber auch Gefährliches zu öffnen, darf nie enden. Generationsübergreifende Verständigung beginnt in der Familie und endet auf europäischer Ebene. Sie ist die beste Basis dafür, den Frieden nicht als Selbstverständlichkeit anzusehen und sozialen Frieden zu sichern", so der Landeshauptmann.

Niederösterreich habe aber nicht nur vom friedlichen Zusammenleben mit den Nachbarn profitiert, sondern auch wirtschaftlich die Chance genutzt, vom Rand in die Mitte der freien Welt am Kontinent zu rücken. Je größer die Fragezeichen rund um uns würden, desto wichtiger sei es, ein eigenständiges Profil und wirtschaftliche Stärke zu entwickeln, um die Turbulenzen überstehen und sich als starke Region in Europa einbringen zu können.

Landesrätin Mag. Barbara Schwarz führte aus, Stärke und Kraft der Europäischen Union lägen darin, den Frieden am Kontinent nachhaltig zu bewahren. Offene Grenzen und ein Miteinander brächten mehr Friede, Wohlstand und Wohlgefühl. „Erfahrungen auszutauschen, Fragen zu stellen und Bedenken auszuräumen, tragen im Sinne mündiger Bürger, die sich informieren und artikulieren, dazu bei, für den europäischen Gedanken zu sensibilisieren."

Dr. Hugo Portisch erinnerte in seinem Vortrag an die 16 verschiedenen Nationalitäten in der 56 Millionen Einwohner umfassenden Monarchie sowie an die Konsequenzen der Auflösung dieser Wirtschafts- und Währungsunion bis hin zum Bankrott der Ersten Republik und verglich die Völkerbundanleihe des Jahres 1922 mit den gegenwärtigen Hilfszahlungen an Griechenland. Der große Unterschied sei der Lernprozess aus der Geschichte, die Solidarität und das Bewusstsein, dass es auch im Kampf um politische Macht eine gemeinsame Verantwortung für das große Ganze geben müsse.

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