08.11.2012 | 13:48

Jugendbeteiligung in der Raumordnung

Wilfing: Entscheidungen, die über mehrere Generationen richtig sind

In Wolkersdorf wurden gestern, 7. November, im Beisein von Jugend- und Raumordnungs-Landesrat Mag. Karl Wilfing die Ergebnisse eines Projekts zur Beteiligung der Jugend in der Raumplanung präsentiert. Im Rahmen von „MyWoDo+24" haben insgesamt 120 Jugendliche aus Wolkersdorf und Umgebung die Stadtgemeinde analysiert und letztlich Visionen zur Verbesserung der Lebensqualität vorgestellt.

„Wir haben in Niederösterreich beste Erfahrungen mit Bürgerbeteiligung gemacht, denn sie garantiert Entscheidungen, die Bestand haben und von einer breiten Basis getragen werden. Im Rahmen der Jugendbeteiligung wird die Bestandsfähigkeit von Projekten über eine Generation hinaus verlängert und gewinnt damit zusätzlich an Effizienz und Nachhaltigkeit", betonte dabei Wilfing.

Unter Begleitung der Büros für Planung und Kommunikation PlanSinn GmbH haben die Jugendlichen im Rahmen eines Impulsprojekts zunächst in einer „Forschungsphase" die Gegebenheiten und Angebote in Wolkersdorf analysiert und bewertet. In einer darauffolgenden Visionenphase wurden darauf aufbauend Ideen und Verbesserungsvorschläge festgehalten und in Stadtplänen verortet.

„Diese Pläne zeigen, dass die Jugend in der Lage ist, sinnvolle Ideen einzubringen und sich auch genau zu überlegen, wie etwas wo umgesetzt werden kann. Natürlich sind auch nicht realisierbare Wünsche dabei, mit entsprechenden Erklärungen kann man jedoch jungen Menschen gut vermitteln, was in einer Gemeinde leicht oder gar nicht möglich ist", so der Landesrat.

„Eine der wesentlichen Voraussetzungen in der Jugendbeteiligung ist es, die Jugendlichen ernst zu nehmen und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen. Dazu gehört auch, sie bei beispielsweise kostspieligen Wünschen in die Pflicht zu nehmen und sie in die Ermittlung realer Kosten einzubinden. Dann werden sie rasch begreifen, dass Wünsche in einer Gemeinde auch immer unter wirtschaftlichen Aspekten betrachtet werden müssen. Sie werden in der Folge bei anderen Ideen immer deren Umsetzbarkeit mitüberlegen", zeigte sich Wilfing überzeugt.

Partnerschaften mit verschiedenen Schulen und außerschulischen Jugendeinrichtungen waren in Wolkersdorf der Ausgangspunkt für die Gewinnung von interessierten Jugendlichen. Ein wesentliches Kriterium dabei war die Vielfalt - alle sozialen Schichten der Gemeinde sollten abgedeckt werden. Ein wesentlicher Punkt des Projekts war auch ein Generationentreffen, bei dem die Ideen der Jugendlichen dahingehend beleuchtet wurden, wie andere Generationen - und zwar jüngere und ältere Mitbewohner - damit umgehen könnten.

„Wolkersdorf hat mit dem Mut, sich auf dieses Projekt einzulassen, bewiesen: Direkte Bürger- und vor allem Jugendbeteiligung zahlt sich aus und schafft ein tragfähiges Fundament für die Gemeindeentwicklung. Wir werden in Niederösterreich alles daran setzen, dass Bürgerbeteiligung in der Raumordnung zu einem Arbeitsgrundsatz wird", so der Landesrat abschließend.

Nähere Informationen: Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik, Mag. Christina Ruland, Telefon 02742/9005-14128, e-mail christina.ruland@noel.gv.at.

 

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